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  • “Alle Jahre wieder” – Wer sorgt besser für die Miliz? « Die Österreichische Offiziersgesellschaft
    die Sorge dass präsente Verbände einen gänzlich andern Zugang zur Miliz haben als die Militärkommanden Im OG Positionspapier ist klar definiert dass für die Erfordernisse einer militärischen Sicherung des eigenen Territoriums vor subkonventionellen Bedrohungen auf territorialer Basis flächendeckende territoriale Sicherungskräfte vorzusehen sind Damit wird der Auftrag des Gesetzgebers zur militärischen Landesverteidigung auch unter veränderten Bedingungen erfüllt Diese territorialen Sicherungskräfte sollten neben Übungen erst im Bedarfsfall als Milizkräfte aufgeboten werden und ansonsten lediglich aus Ausbildungs und Mobilmachungsbasen bestehen Mit ihnen soll die Überwachung des Staatsgebietes der Schutz der Bevölkerung und ihrer lebenswichtigen Infrastruktur sowie das Reaktionsvermögen auf drohende oder stattgefundene Angriffe mit örtlich durchsetzungsfähigen Teilen sichergestellt werden Und über diese territorialen Sicherungskräfte hinaus sind Brigaden mit beordertem Milizanteil vorzusehen um Führungs Präsenz Aufwuchs und Ausbildungsfähigkeit auch in Zukunft sicherstellen zu können Ein ebenfalls immer wieder auftauchendes Hinterfragen der selbstständig strukturierten Milizverbände kann ohne eigentliche Folgebeurteilung zu ÖBH 2010 und der dort festgeschriebenen Forderung von 55 000 Mann Mobilmachungsstärke überhaupt nicht nachvollzogen werden So bleibt zu hoffen dass die richtigen Entscheidungen getroffen werden die Offiziersgesellschaft wird den Prozess genau beobachten Oberstleutnant Mag Erich Cibulka Präsident der ÖOG im Der Offizier Ausgabe 4 13 Seite 7 Dieser Eintrag wurde am Samstag 28 Dezember 2013 um 10 25 erstellt und ist abgelegt unter Information Mit dem RSS 2 0 Feed können sie den Antworten zu diesem Artikel folgen Antworten können zurzeit nicht gesendet werden aber sie können einen Trackback von ihrer Seite senden Kommentare sind geschlossen Suche nach Bereiche Information 45 Mitgliederforum 21 Wehr und Sicherheitspolitisches Bulletin 111 Inhalte Die Österreichische Offiziersgesellschaft ÖOG Kontakt Links Sitemap Newsletter Chronik der ÖOG 1960 2010 6 Sicherheitspolitisches Symposium Downloads Der Offizier Newsletter Anmeldung Bitte tragen Sie ihre Emailadresse ein und sie erhalten neue Artikel sofort per Email zugesandt Email Kommentatoren Registrieren Anmelden Archive 2015 August Juni April

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  • Cibulka: “Heer nur ‘mangelhaft’ auf Bedrohung vorbereitet” « Die Österreichische Offiziersgesellschaft
    Garantie hat dort in Pension zu gehen Es ist natürlich ein urmenschliches Bedürfnis dass man die Karriereleiter hinaufklettern möchte Das führt aber dazu dass in hohen Positionen ein Wasserkopf entsteht und bei reduzierten Planstellen der Eintritt Junger erschwert wird Das gilt sowohl für den Unteroffiziers als auch für den Offiziersbereich Aber einige Jahre Bundesheer sind ja nicht attraktiv Findet man da genug Personal Das braucht sehr starke flankierende Maßnahmen Militärische Ausbildungen müssen anrechenbar sein Wer Unteroffizier geworden ist kann das derzeit im Zivilleben praktisch nicht verwerten Was kann ein Unteroffizier was im Zivilleben verwertbar wäre Ein Unteroffizier ist von der Ausbildung her sicher im Bereich eines Meisters angesiedelt Und er hat Führen gelernt Der Zeitsoldat soll der Normalfall werden Ja das ist in vielen Armeen ein gängiges System Im zivilen Bereich ist es ja auch so dass nicht alle Karriere machen Das geht einfach nicht Gut das wäre Zukunftsmusik Was aber soll mit dem derzeitigen Personal passieren Ich sehe da ein Dilemma für den Staat als Arbeitgeber Auf der einen Seite sind Frühpensionsmodelle ein Albtraum für unser Sozialsystem Auf der anderen Seite brauchte es natürlich so eine Aktion 55 um einen sozial verträglichen Personalabbau durchführen zu können Ein Dilemma das wie zu lösen wäre Das ist von der Politik zu lösen Welche Reformnotwendigkeiten sehen Sie sonst noch In der Bundesverfassung steht dass das Bundesheer nach den Grundsätzen eines Milizsystems einzurichten ist Davon kann man heute sicher nicht mehr sprechen Die verpflichtenden Milizübungen sind abgeschafft Lassen sich die wieder einführen Alle unsere politischen Gesprächspartner signalisieren uns dass das ein politisches No go ist Als Offiziersgesellschaft halten wir aber trotzdem die Forderung aufrecht Wir sehen dass der Zufluss an sich freiwillig verpflichtenden Milizsoldaten deutlich unter dem Bedarf ist Da braucht es Maßnahmen Wie beurteilen Sie die Reform des Grundwehrdienstes Das ist ein sehr wichtiger Bereich weil jeder Grundwehrdiener der sagt dass ihm das etwas gebracht hat ein guter Multiplikator ist Geht die Reform auch in diese Richtung Das wird man sehen das ist gerade erst gestartet Aber es ist auch die Frage der Sinnhaftigkeit der Ausbildung zu stellen wenn die Grundwehrdiener nach sechs Monaten Ausbildung nicht mehr gebraucht werden Dieses System bindet eine Fülle an Ausbildungseinrichtungen und Kapital Deshalb fordern wir eine ergebnisoffene Evaluierung der seinerzeitigen Verkürzung des Grundwehrdienstes Die Offiziersgesellschaft war mit Minister Norbert Darabos sehr unzufrieden Wie schätzen Sie seinen Nachfolger Klug ein Minister Klug unterscheidet sich schon dadurch wie er an die Dinge herangeht von seinem Vorgänger Er geht offen auf Mitarbeiter des Ressorts zu ist interessiert an der Sache Ich habe auch den Eindruck dass er sich für sein Ressort engagiert und ein Interesse hat die Dinge zum Besseren zu ändern Er hat mit dem Reformpapier auch eine markante Duftmarke gesetzt Es wird sich zeigen wie er mit den strukturellen und budgetären Problemen umgeht Was erwarten oder erhoffen Sie sich von der neuen Regierung Das Budget soll schrittweise auf das international angemessene Niveau von einem Prozent des BIPs angehoben werden Das ist aber wenig realistisch Es wird Maßnahmen

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  • Die Österreichische Sicherheitsstrategie « Die Österreichische Offiziersgesellschaft
    Suche nach Bereiche Information 45 Mitgliederforum 21 Wehr und Sicherheitspolitisches Bulletin 111 Inhalte Die Österreichische Offiziersgesellschaft ÖOG Kontakt Links Sitemap Newsletter Chronik der ÖOG 1960 2010 6 Sicherheitspolitisches Symposium Downloads Der Offizier Newsletter Anmeldung Bitte tragen Sie ihre Emailadresse ein und sie erhalten neue Artikel sofort per Email zugesandt Email Kommentatoren Registrieren Anmelden Archive 2015 August Juni April März Januar 2014 Dezember Oktober September August Juli Juni Mai April März

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  • “Wehrdienst neu”: Minister Klug und Mikl-Leitner stellen Reform vor « Die Österreichische Offiziersgesellschaft
    Beruf Rekruten die dieses Modul wählen unterstützen bei der Instandhaltung von Gerät und Infrastruktur kommen aber beispielsweise auch in der Gastronomie oder Logistik zum Einsatz Zudem können zusätzliche Qualifikationen erworben werden Modul 4 Militärische Spezialisierung Rekruten die sich für das Modul Militärische Spezialisierung entscheiden sollen die Basis für ein solides Kontingent an Zeitsoldaten und starkes Engagement im Ausland bilden Talente Check Jeder Rekrut wird zukünftig einen Talente Check ergänzt durch Beratungs und Informationsgespräche absolvieren Ziel ist die Grundwehrdiener nach ihren Fähigkeiten und Talenten am richtigen Platz einzusetzen Durch den Talente Check und den vier angeboten Wahlmodulen können künftig die Fähigkeiten und Wünsche junger Wehrpflichtiger berücksichtigt werden sagt Innenministerin Mikl Leitner Dem Bedarf im Bundesheer entsprechend werden die Bestqualifizierten für die jeweiligen gewünschten Verwendungen eingeteilt Gerald Klug Das Angebot ist breit gefächert Das wird sich sowohl positiv auf die Qualität der gebotenen Ausbildung als auch auf die Motivation und das Engagement der Grundwehrdiener auswirken Reduktion der Systemerhalter Ein weiteres zentrales Thema der Reform ist die Reduktion der Systemerhalter unter den Grundwehrdienern Statt wie bisher 60 Prozent sollen zukünftig maximal 40 Prozent der Rekruten in der Systemerhaltung eingesetzt werden Klug Die Mehrheit der Grundwehrdiener soll im militärischen Kerngeschäft tätig sein Mikl Leitner Statt Systemerhaltern wird es künftig nur mehr Berufspraktikanten geben Diese können ihr zivil erlerntes Wissen in der Praxis vertiefen und für das spätere Berufsleben nutzen Etwa ein Koch als Koch und ein Mechaniker als Mechaniker und nicht umgekehrt Klarer Auftrag an Miliz Die Miliz im Österreichischen Bundesheer wird durch die Reform gestärkt Aus meiner Sicht steht und fällt die Attraktivität der Miliz mit der Einsatzrelevanz Deshalb wollen wir für die Miliz einen klaren Auftrag formulieren vor allem in den Bereichen bei den Inlandsaufgaben bei der Cybersicherheit und beim Auslandsengagement sagt Klug Dazu wird es vermehrt Übungen auch gemeinsam mit den

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  • In begründeter Sorge – Aufruf der Generäle « Die Österreichische Offiziersgesellschaft
    unserer wehrpflichtigen einsatzfreudig ihre Aufgaben erfüllenden Soldaten volle Anerkennung erfahren haben und jegliche herabsetzende Feststellung als ungerechtfertigt und entwürdigend zurückzuweisen ist Wir sind der Überzeugung dass die in Zukunft erforderlichen Leistungen z B zum Schutz der kritischen Infrastruktur oder zur Hilfe bei Katastrophen größeren Umfanges wie etwa bei einem längeren Blackout nur im Rahmen der allgemeinen Wehrpflicht erbracht werden können und nur so zu einem effizienten Instrument der staatlichen Sicherheit führen Dabei ist eine Reform und bessere Sinngebung des Wehrdienstes unerlässlich Ähnlich handelt so auch die Mehrheit der acht vergleichbaren Länder in Europa Wir sind in Sorge dass durch einen Übergang zu einem Berufsheer eine wesentliche Leistungsbeeinträchtigung des Bundesheeres herbeigeführt würde Die Erfahrungen aus der Geschichte seit den Anfängen der Republik Österreich und die Erkenntnisse über die Entwicklungen von Berufsarmeen in Europa weisen darauf hin dass diese Art eines Wehrsystems nicht für jedes Land nachahmenswert ist und unter normalen Umständen kaum und dann oft nur zu spät rückgängig gemacht werden kann Wir rufen daher unsere Bürgerinnen und Bürger auf die Volksbefragung als Grundsatzentscheidung für das Wohl unseres Landes zu sehen daran teilzunehmen und für die Beibehaltung der Wehrpflicht zu stimmen Folgende Generalsoffiziere iR sind die Unterzeichner dieses Aufrufs In Klammer die letzte Verwendung und Tätigkeit Richard BONDI Leiter der österreichischen Militärmission Brüssel Mag Dr Peter CORRIERI Leiter Sektion IV BMLV Prof Mag Johann CULIK Militärkommandant Niederösterreich Dipl Ing Mag Günther GREINDL Leiter der Militärvertretung u 1 österreichischer Militärrepräsentant in der EU Mag Dr Friedrich HÖTZL Leiter der Sektion I BMLV Günter HOCHAUER Leiter der Generalstabsgruppe B BMLV Prof Mag Ernest KÖNIG Kommandant der Landesverteidigungsakademie Militärpublizist Mag Engelbert LAGLER Kommandant des Korps II Karl MAJCEN Generaltruppeninspektor Prof Mag Dr Horst MÄDER Leiter der Abteilung Truppendienst BMLV Militärpublizist Johann MITTENDORFER Kommandant des Korps II Othmar PABISCH Kommandant der Fliegerdivision Prof Horst PLEINER

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  • Informationsaustausch in der Wehrpflichtdebatte « Die Österreichische Offiziersgesellschaft
    hoch Das Heer braucht Profis Alle Studien und Berichte weisen darauf hin dass die sogenannten Experten unterschiedlichster Fachrichtungen bereits als Profis existieren Die unterschiedlichen Bedrohungsszenarien benötigen aber auch eine große Anzahl an Personen welche mit einfachen Tätigkeiten diese Profis unterstützen Viele der bereits existierenden Profis finden sich im Heer der Exekutive dem Roten Kreuz den Freiwilligen Feuerwehren aber auch in den unterschiedlichen Unternehmen und sonstigen Landesorganisationen Man hat in den Ländern die auf ein Berufsheer umgestellt haben durchwegs gute Erfahrungen gemacht Fakt ist dass man in Deutschland trotz einer Anschubfinanzierung für die Umstellung von 1 Milliarde die Rekrutierungsquoten um bis zu 50 nicht erfüllt 16 000 Soldaten wurden gesucht 8 000 gefunden Fakt ist dass Deutschland mit der Türkei darüber verhandelt die türkischstämmigen Deutschen in der Türkei von der Wehrpflicht zu befreien um sie in Deutschland in der Armee anwerben zu können In Großbritanien rekrutiert man die Berufssoldaten auch in Gefängnissen In Italien hat jeder Berufssoldat nach seiner Militärzeit einen Posten im öffentlichen Bereich Das Durchschnittsalter der belgischen Armee liegt bei 55 Jahren Es wird leicht möglich sein die nötigen Zeitsoldaten zu rekrutieren Das Pilotprojekt in Salzburg spricht eine andere Sprache Dort haben 1 000 Freiwillige zwar Interesse gezeigt Als verwendungsfähig übrig geblieben sind aber zu wenige um einsatzbereit zu sein Wie bereits erwähnt Trotz einer Anschubfinanzierung von 1 Milliarde und einem 500 Millionen Marketingbudget ist es Deutschland nicht gelungen die nötige Anzahl an Personen zu rekrutieren Wenn man Frauen als Soldatinnen mitrechnet kann man die nötige Zahl der Zeitsoldaten aufbringen Derzeit sind im Heer ca 250 Frauen beschäftigt davon ca 50 Spitzensportlerinnen Und das obwohl Frauen intensiv beworben werden Warum sollten auf einmal so viel mehr Frauen 40 000 theoretische Anwärterinnen pro Jahr diesen Beruf ergreifen Dieser Eintrag wurde am Dienstag 08 Januar 2013 um 23 37 erstellt und

    Original URL path: http://www.oeog.at/ow10/2013/01/informationsaustausch-in-der-wehrpflichtdebatte/ (2015-08-11)
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  • Zur Wehrpflichtdebatte: Eins, zwei oder drei « Die Österreichische Offiziersgesellschaft
    nie mehr verwendet Man produziert Soldaten die nicht Soldaten werden dürfen damit ist die Wehrpflicht ein militärisch sinnentleertes Konstrukt Sagt Erich Reiter der ehemalige Sektionschef Die populistische Panikattacke hat der ÖVP 2006 nicht die erhoffte Gunst der Jungen gebracht Die Partei die die Sicherheit zu ihren Kernkompetenzen zählt hat aus der missratenen Anbiederung nichts gelernt Um im populistischen Rodeo mit der SPÖ Schritt zu halten erwog sie allen Ernstes die Dezimierung des Präsenzdienstes auf fünf Monate Ein bisserl geht noch Damit würde die Volkspartei die allgemeine Wehrpflicht als deren Schutzpatron sie sich geriert nach der Amputation der Miliz endgültig in den Abgrund reißen Reiz und Gegenreiz Aber um die Sache selbst geht es keiner der beiden Regierungsparteien Nicht einmal bei einem so elementaren Thema wie der Sicherheitspolitik geht es um Grundsätze um Prinzipien Es geht den beiden Parteien darum die jeweils gegenteilige Position des Koalitionspartners einzunehmen um sich abzugrenzen Sicherheitspolitik ist so keine berechenbare Konstante mehr sie verkommt zu einem taktischen Spiel von Reiz und Gegenreiz in dem alles Inhaltliche der Beliebigkeit anheimfällt Denn das Spiel gehorcht nur einem einzigen banalen billigen Gesetz Sagst du A sag ich B Und vice versa Groteske Positionswechsel und Eiertänze so nannte die Zürcher Zeitung die Folgen dieses schaurigen Schauspiels Weil sein Wahlkampf lahmte und Michael Häupl ihn dringend befeuern musste trat er aus dem Nichts eine Debatte über die Abschaffung der Wehrpflicht los Natürlich verdient die Debatte den Namen nicht und daher auch keine Abstimmung Gegner und Befürworter hantieren nicht mit Argumenten sondern mit Schreckbildern und Demagogie In jedem anderen Land mit einer halbwegs intakten Diskurs Kultur hätte am Beginn einer solchen Debatte eine Grundsatzfrage gestanden Sie würde so lauten Was sind die sicherheitspolitischen Bedürfnisse eines souveränen mitteleuropäischen Staates im 21 Jahrhundert welche Pflichten erwachsen aus der Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft und welche militärische Struktur benötigt man um diesen Bedürfnissen und Pflichten zu genügen So oder so ähnlich hätte die Fragestellung lauten müssen ohne die eine seriöse Heeresdebatte nicht führbar ist In Österreich wurde sie losgetreten als spekulativer politischer Tages Gag Das sagt viel über die intellektuelle Ernsthaftigkeit aus mit der hierzulande zentrale Zukunftsfragen des Staates wie jene der Sicherheitsarchitektur abgehandelt werden Diese Vorgangsweise offenbart auch jene augenzwinkernde Nonchalance mit der das Land seit jeher seinem Heer gegenübertritt Anything goes Eins zwei oder drei Sie kennen die Kindersendung Entscheidungsfindung durch taktisches Hin und Herhüpfen Sie dient der heimischen Politik als Richtschnur Dass die Regierung die komplexe Frage der Heeresstruktur an das Volk delegiert ist die konsequente Folge der Orientierungslosigkeit Bürger die nie mit einer ernsthaften Sicherheitsdebatte konfrontiert wurden sollen jetzt plötzlich lauter kleine Reiters und Karners spielen Sie sollen Sicherheitsarchitekten Geopolitiker und Militärstrategen sein Die notwendige Auseinandersetzung über die zukünftige Rolle des Heeres und seine Bestimmung landet auf dem Basar der Stimmungsmache Schubumkehr Die Rösselsprünge Eins zwei oder drei Die SPÖ die geprägt durch das Jahr 1934 im Parteiprogramm die allgemeine Wehrpflicht als demokratisch organisierte Landesverteidigung hochhält rückt in einer atemberaubenden Schubumkehr von ihr ab und entdeckt ihr Herz für ein Berufsheer das

    Original URL path: http://www.oeog.at/ow10/2012/10/zur-wehrpflichtdebatte-eins-zwei-oder-drei/ (2015-08-11)
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  • Schlagabtausch über Zukunft des Bundesheeres im Parlament « Die Österreichische Offiziersgesellschaft
    der Koalition im aktuellen Fall um direkte Demokratie oder die Zukunft junger Männer geht vielmehr stünden koalitionäres Hickhack und eine Vorwahlkampagne im Vordergrund Zur Fragestellung brachte die Abgeordnete einen Abänderungsantrag ein Sind sie für die Abschaffung der Wehrpflicht soll den Grünen zufolge die mit ja oder nein zu beantwortende Frage lauten Abgeordneter Peter FICHTENBAUER F äußerte sich über die Abhaltung einer Volksbefragung zum Thema Wehrpflicht erfreut Er hofft dass damit das Gezerre um die Zukunft des Heeres ein Ende haben wird Fichtenbauer ist überzeugt dass sich die Mehrheit der Bevölkerung für die Wehrpflicht aussprechen wird Er selbst wertete die Wehrpflicht als Wesenselement der österreichischen Zivilgesellschaft und wichtigen Dienst an der Gemeinschaft Was den Meinungsumschwung innerhalb der SPÖ in Sachen Wehrpflicht anlangt zeigte sich Fichtenbauer überzeugt dass die nunmehr angestrebte Einführung des Berufsheers für die SPÖ nur ein Zwischenschritt zur gänzlichen Abschaffung des Heeres ist Darabos Bedrohungsszenarien haben sich geändert Verteidigungsminister Norbert DARABOS begrüßte die sich abzeichnende Zustimmung des Nationalrats zur Abhaltung einer Volksbefragung zur Abschaffung der Wehrpflicht Die Volksbefragung sei ein demokratiepolitisch wichtiges Signal und die vorgesehene Frage der Bevölkerung zumutbar betonte er Die BürgerInnen seien mündig genug um über die Zukunft des Heeres zu entscheiden Darabos selbst warb zum wiederholten Mal für die Abschaffung der Wehrpflicht Österreich sei neben Griechenland Zypern und Malta das einzige EU Land das noch eine Wehrpflicht habe argumentierte er Auch neutrale Länder wie Irland und Schweden seien mittlerweile zu einem Berufsheer übergegangen Die Bedrohungsszenarien hätten sich so Darabos geändert die aktuellen Aufgaben wie Katastrophen und Auslandseinsätze könnte ein Berufsheer besser bewältigen Er machte darüber hinaus geltend dass derzeit 60 Prozent der Grundwehrdiener als Systemerhalter etwa Köche Kellner und Fahrer eingesetzt würden Sein Modell sieht Darabos zufolge 8 500 Berufssoldaten 7 000 Zeitsoldaten mit 3 6 oder 9 jähriger Verpflichtung und eine Profimiliz mit 9 300 Personen vor Das System sei durchgerechnet versicherte der Minister niemand brauche davor Angst zu haben Abgeordneter Herbert SCHEIBNER B appellierte an alle Fraktionen Sachargumente in den Vordergrund zu stellen und ernsthaft über die Zukunft des Heeres zu diskutieren Es gehe schließlich um die Sicherheit des Landes und nicht um parteipolitische Spiele unterstrich er Scheibner gab zu bedenken dass jene die für die Beibehaltung der Wehrpflicht argumentieren gleichzeitig für eine Verlängerung des Grundwehrdienstes auf mindestens 8 Monate eintreten müssten da es wie er meinte sinnlos sei jemanden 6 Monate auszubilden und danach nach Hause zu schicken Aber auch bei der Umstellung auf ein Freiwilligenheer braucht es seiner Auffassung nach begleitende Reformschritte Scheibner selbst trat für eine vollständige sicherheitspolitische Integration Österreichs in die EU und in die NATO bei gleichzeitiger Aussetzung der Wehrpflicht ein und legte zum Text der Volksbefragung einen Abänderungsantrag vor um der Bevölkerung eine in diese Richtung gehende Fragestellung vorzulegen Abgeordneter Stefan PRÄHAUSER S begrüßte die Abhaltung einer Volksbefragung zum Thema Wehrpflicht am 20 Jänner ausdrücklich Nachdem sich die Koalition nicht auf eine gemeinsame Politik einigen könne sei die Volksbefragung ein gutes Instrument um Licht ins Dunkel zu bringen sagte er Wie die Abstimmung ausgehen wird ist nach

    Original URL path: http://www.oeog.at/ow10/2012/10/schlagabtausch-uber-zukunft-des-bundesheeres-im/ (2015-08-11)
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