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  • Militärgeneralvikariat - Beginn der Fastenzeit in den Militärpfarren
    Aktuelles aus den Diözesen Traiskirchen Caritas pocht auf Öffnung für Hilfsorganisationen Neue Pilgerbilder werben für Jakobsweg in Salzburg Kärntner Kirche auf intensiver Suche nach Flüchtlingsquartieren Aktuelles aus den Militärpfarren Kinderferienlager Tirol Unsere Pensionistenwallfahrt Gedenkmesse im Tiroler Oberland 40 Jahre Soldatenwallfahrt nach Mariazell Zwischen Schimmelpilz modrigem Holz Patroziniumsfest der Soldatenkirche Beginn der Fastenzeit in den Militärpfarren Neuer Militärpfarrer im Einsatz MMag Stefan Gugerel bei der Feier zum Aschermittwoch im Fliegerhorst Vogler Hörsching 21 02 2007 Kehr um und glaube dem Evangelium mit diesem Ruf wurden am Aschermittwoch in allen Pfarren die Christen eingeladen sich in den kommenden 40 Tagen auf das Osterfest vorzubereiten so auch in der Michaelskapelle in der Kaserne Hörsching Der neue OÖ Militärpfarrer Militärkurat MMag Stefan Gugerel segnete die Soldaten und Zivilbediensteten der Kaserne in seinem ersten Gottesdienst in seiner neuen Funktion mit dem Aschekreuz Den Dienst eines Kantors und die musikalische Gestaltung übernahm dabei der Pfarradjunkt Vizeleutnant Josef Agrill Bei der anschließenden Agape reichte er den Gottesdienstbesuchern zum Fastenbeginn Wasser und Brot Vzlt Simader Pressereferent Lasst Euch mit Gott versöhnen Wr Neustadt Im Militärrealgymnasium ist das Aschenkreuz eine lebendige Tradition die die Fastenzeit einleitet Mit Herrn Dir Mag Manfred Schwanzer und einigen Professoren marschierten die Schüler des Militärrealgymnasiums und des BRG für Berufstätige in der ersten Stunde des Aschermittwochs in die Georgskathedrale wo ihr Pfarrer MilSup Mag Siegfried Lochner eine ansprechende Liturgie vorbereitet hatte In seiner Ansprache verstand es der Akademiepfarrer den Schülern zu zeigen dass die Sünde die er als Fehlhaltung geschildert hat wo der Mensch glaubt Gott nicht zu brauchen auf die Beziehung zum Mitmenschen im täglichen Miteinander einen Einfluss hat Ein Nein gegenüber Gott ist gleichzeitig ein Nein gegenüber seinem Mitmenschen Der Aschermittwoch zeige in aller drastischen Symbolik was der Mensch ohne Gott ist daher gibt es auch keinen Grund aus der Sicht des

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  • Militärgeneralvikariat - Übergabe der Apostelgeschichte an den Heiligen Vater
    schalten Das heißt aber nicht dass kirchliches Leben ärmer wird sondern es wird anders betonte der Sekretär des Laienrates Das Schlüsselwort im Zusammenhang mit der Arbeit in einer Pfarrgemeinde liegt für Bischof Clemens in einer grundlegenden Dienstbereitschaft Wenn ich mich in einer Pfarre engagiere möchte ich dass das Wort Gottes weitergegeben und Eucharistie gefeiert wird sagte der Laienrats Sekretär In dieser grundlegenden Dienstbereitschaft liege die Verbindung zwischen den Laien und Priestern Man sollte nicht von den Rechten oder der Aufteilung der Aufgaben her denken sondern von der Frage wie man einen Beitrag für die Gemeinschaft der Glaubenden leisten kann meinte Clemens Glauben im eigenen Umfeld leben Es stimme ihn positiv nachdenklich so Clemens wenn er sehe in welch großem Ausmaß sich Laien neben ihrer Familie und ihrem Beruf für die Kirche engagieren Der Päpstliche Laienrat wolle mit allen Kräften dieses Engagement unterstützen und mithelfen dass die Laien auch nach außen wirken Deshalb sei es besonders wichtig dass Christen den Glauben in ihrem eigenen Umfeld leben Wir wollen dass christliches Leben anziehend wirkt dass man interessiert fragt Warum lebst du so Unter dem Motto Lebensräume gestalten Glaubensräume öffnen wurde eine Zusammenstellung der Apostelgeschichte mit 656 Beiträgen gebunden in vier Bänden von vier Pfarrgemeinderatsvertretern der zehn Österreichischen Diözesen im Beisein vom Steirischen Diözesanbischof Dr Egon Kapellari und des Kärntner Diözesanbischofes Dr Alois Schwarz am 7 Februar dem Heilige Vater Papst Benedikt XVI im Rahmen einer Generalaudienz übergeben Sowohl aufgrund der bevorstehenden Pfarrgemeinderatswahlen am 18 März als auch wegen des kommenden Besuches von Papst Benedikt XVI am 8 September in Mariazell diente die Einladung an die Pfarrgemeinderäte Österreichs im Rückblick auf die letzten fünf Jahre ihrer Amtsperiode sozusagen eine Apostelgeschichte über ihre Erfahrungen niederzuschreiben woran sich insgesamt 656 Pfarren mit ihren Beiträgen daran beteiligt haben Die gesamte Pfarrgemeinderatsdelegation umfasste 47 Pfarrgemeinderäte wovon vier ausgewählt wurden dem Heiligen Vater die gesammelten Texte und Briefe im Rahmen der Generalaudienz am 7 Februar überreichen zu dürfen Diese persönliche Begegnung mit Papst Benedikt XVI zeichnete sich nicht nur durch sein spürbar starkes Interesse beim Durchblättern und Lesen in einigen der vier Bände aus sondern vielmehr durch seine uns unendlich lang erscheinende Zeit die er unserer persönlichen Begegnung im angeregten Gespräch widmete Die beiden uns begleitenden Bischöfe stellten uns vor berichteten über unsere Arbeit und merkten einige Erklärungen zu unserer Apostelgeschichte an Der Heilige Vater unterhielt sich sehr angeregt mit uns erkundigte sich nach unserer Pfarrgemeinderatsarbeit bedankte sich für die Mühe unserer Apostelgeschichte wünschte uns weiterhin viel Erfolg bei unserer Arbeit und verabschiedete sich mit vier Rosenkränzen an unsere Übergabedelegation Diese direkte und persönliche Begegnung mit dem Kirchenoberhaupt der römisch katholischen Kirche erhöht nicht nur den normalen Pulsschlag sondern bedeutet wohl das höchste Glück und zugleich die höchste Auszeichnung und Belohnung im Leben eines einfachen Pfarrgemeinderates Fotos stephanscom at und Beate Schlager Stemmer PGRÖ Sie waren ein Herz und eine Seele Apg 4 32 Meditationsanstoß zur Begegnung mit der Delegation der Pfarrgemeinderäte aus den österreichischen Diözesen Lebensräume gestalten Glaubensräume öffnen Palazzo San Calisto 6 Februar 2007 17 00 Uhr Liebe Mitbrüder im priesterlichen und bischöflichen Amt Liebe Schwestern und Brüder Ich freue mich und danke Ihnen sehr dass Sie als engagierte Glieder vieler Pfar reien aus ganz Österreich den Päpstlichen Rat für die Laien während ihrer kurzen Romreise 5 8 Februar 2007 zu einem Gespräch aufsuchen Auch im Namen unseres Präsidenten Erzbischof Stanis aw Ry ko heiße ich Sie alle herzlich willkommen Der Päpstliche Rat für die Laien ist Ihr Zuhause wenn auch die Pfarrgemeinderäte innerhalb der Kompetenzverteilung der Römischen Kurie der Kongregation für den Klerus zugeordnet sind Wir danken Ihnen für Ihr Engagement in den Pfarreien Österreichs zumal da wir wissen was es bedeutet neben der Familie und dem Beruf sich für die Pfarrei gerade im gegenwärtigen gesellschaftlichen Gegenwind einzusetzen Bei einem ersten Nachdenken über Ihr Motto Lebensräume gestalten Glaubensräume öffnen und dem Projekt Apostelgeschichte der Gegenwart kam mir der Begriff des Miteinander in den Sinn der mich wiederum an das Gemeindeleben der ersten Christen erinnerte wie es eben in der Apostelgeschichte geschildert wird Ich dachte spontan an ein Begriffspaar mit dem über das Miteinander der jungen Glaubensgemeinde gesagt wird Sie waren ein Herz und eine Seele Apg 4 32 Dieses tiefe Miteinander der ersten Gemeinden des Ursprungs vermittelt uns aufgrund seiner Nähe zum Ereignis der Menschwerdung Jesu Christi und der Geistsendung zweifellos ein besonderes Richtmaß für unser eigenes Tun für unser eigenes Leben als Christen in der Gemeinschaft der Kirche es fordert auch heute uns heraus es kann uns begeistern und unser heutiges Miteinander erneuern Kardinal Ratzinger spricht von der Apostelgeschichte des Hl Lukas als einer ersten Ekklesiologie einer ersten Lehre über die Kirche die Maßstäbe für jedes zukünftige Verstehen der Kirche umschreibt Ich fragte mich daher nach den Wurzeln dieses Miteinanders nach den tiefen Gründen und den Quellen aus denen sich diese so tiefe Verbundenheit der ersten Christengemeinde speist Das Begriffspaar aus der Apostelgeschichte Sie waren ein Herz und eine Seele Apg 4 32 steht in der Mitte von drei zusammenfassende Beschreibungen des Lebens der Urgemeinde Ein erstes Summarium finden wir in Apg 2 42 47 ein zweites in Apg 4 32 37 und ein drittes in Apg 5 12 16 Ich beziehe mich in meinen Überlegungen lediglich auf die beiden ersten Berichte da der dritte Bericht bereits genannte Zusammenhänge bekräftigt und sich vor allem auf die Zeichen und Wunder der Apostel bezieht Die κοινονια als Identitätsmerkmal der ersten Christengemeinde Die erste Zusammenfassung des gemeinsamen Lebens der Gläubigen erfolgt unmittelbar auf den Bericht des Pfingstereignis bzw auf die Predigt des Petrus Diese neue Gemeinschaft ist damit als eine direkte Folge der Ausgießung des Hl Geistes anzusehen Wir stehen damit vor einer Art Kettenreaktion Die Ausgießung des Hl Geistes am Pfingstfest Die Predigt des Petrus Zahlreiche Bekehrungen Die Gemeinschaft der ersten Glaubenden Es heißt in Apg 2 42 47 42 Sie verharrten aber bei der Lehre der Apostel und bei der Gemeinschaft dem Brechen des Brotes und den Gebeten 44 Al le die Gläubigen aber waren beisammen und hatten alles gemeinsam 45 Und die Besitztümer und die Vermögenswerte verkauften sie und verteilten sie an alle je nachdem einer Bedarf hatte 46 Täglich verharrten sie einmütig im Tempel in den einzelnen Häusern aber brachten sie das Brot sie nahmen Nahrung zu sich mit Jubel und in Lauterkeit des Herzens 47 sie lobten Gott und hatten Gunst bei all dem Volk Der Herr aber fügten die Geretteten täglich hinzu zur Gemeinschaft Diese Verse der Apostelgeschichte legen die bestimmenden Elemente einer eher von außen betrachteten Lebensbeschreibung der Neubekehrten vor die in der Öffentlichkeit der Stadt Jerusalem nicht verborgen bleiben konnten Auffällig ist die Betonung der Beharrlichkeit und Regelmäßigkeit ihres Tun VV 42 46 die die Tiefe ihrer Gemeinsamkeiten offen legt Papst Benedikt spricht hier von einer Art Definition der Kirche Wir erfahren dass die Getauften einer nach der Taufe zu leistenden Unterweisung in der Lehre der Apostel bedürfen d h eine Erklärung der Schrift im Licht des Christusereignisses der Integration in die brüderliche Gemein schaft der Einübung ins gemeinschaftliche Leben Diese Gemeinschaft besteht im Einklang des Denkens und in der Sorge für die Notleidenden die bis zur Gütergemeinschaft geht Kurz gesagt Sie ist eine Gemeinschaft wahrer αγαπ Bruderliebe Die κοινονια wird weiter charakterisiert durch das gemeinsame Brotbrechen die gemeinsamen Mahlzeiten gemeint sind das Sättigungsmahl und die Feier der Eucharistie und die gemeinsamen Gebete Zu beachten ist ihre Einmütigkeit ομοθυμαδον Täglich verharrte die gesamte Gemeinschaft der Gläubigen einmütig im Tempel zum Gebet und zur öffentlichen Lehre der Apostel und hatte alles gemeinsam Diese einmütige frohe und lautere Gemeinschaft der Gläubigen und ihr Gotteslob verschafft ihr großes Ansehen hat Vorbildcharakter und eine ausgeprägte anziehende missionarische Wirkung Die Einmütigkeit der jungen Gemeinde wird zu einem Glaubwürdigkeitskriterium der verkündeten Botschaft ganz im Sinne der antiken Lebensregel Verba docent exempla trahunt die dem römischen Dichters Horaz 66 8 vor Chr zugeschrieben wird Die junge Christengemeinde kannte jedoch den bei Horaz durchschimmernden Gegensatz von verba Worte und exempla Beispiele nicht da sie dem lebendigen Wort als dem unüberbietbaren Beispiel Folge leisteten Denken wir an ein Wort des Hl Petrus aus dem Johannesevangelium Joh 6 68 das in der Übersetzung der Neo Vulgata lautet Domine ad quem ibimus Verba vitae aeternae habes Herr zu wem sollen wir weggehen Du hast Worte ewigen Lebens und an eine Antwort Jesu im gleichen Evangelium Joh 13 15 Exemplum enim dedi vobis ut quemadmodum ego feci vobis et vos faciatis Denn ich habe euch ein Beispiel gegeben damit auch ihr tut wie ich euch getan habe Kardinal Ratzinger stellt sich der Frage wo die Quellen dieser Einheit liegen Dazu sagt er Diese Versammlung verharrt einmütig im Gebet und empfängt so vom Herrn her ihre Einheit Ihr wesentliches Tun ist die Zuwendung zum lebendigen Gott das Offenwerden für seinen Willen Ihre Einheit ist ein Geschenk Gottes Weiter sagt der Kardinal Das Beten der Kirche findet seine Mitte im Brotbrechen Eucharistie zeigt sich nun als Herz des kirchlichen Lebens Der Höhepunkt der Hinwendung geschieht in der Feier der Eucharistie Wie wächst diese Einmütigkeit bzw wie vertieft sich diese Einheit Nach Kardinal Ratzinger kommt die Einheit aus der Gemeinschaft mit den Aposteln und aus der Hinwendung zum lebendigen Gott im Gebet Aber was Gemeinschaft mit den Aposteln bedeutet ist nun präzisiert als beharrliches Bleiben in der Lehre der Apostel Die Einheit hat also einen Inhalt der sich in einer Lehre ausdrückt Die Lehre der Apostel ist die konkrete Weise ihrer bleibenden Anwesenheit in der Kirche Kraft dieser Lehre verbleiben auch die künftigen Generationen nach dem Tod der Apostel in der Einheit mit Ihnen und bilden so dieselbe eine und apostolische Kirche Damit sind folgende konstitutive Elemente des Gemeindelebens deutlich geworden 1 Die Lehre der Apostel 2 die Gemeinschaft 3 das Brotbrechen und 4 das Gebet Kardinal Ratzinger erläutert diese vier Wesensbegriffe der Urkirche Festhalten an der Lehre der Apostel Festhalten an der Gemeinschaft am Brotbrechen und an den Gebeten Man könnte sagen dass Wort und Sakrament hier als die beiden Grundpfeiler des lebendigen Bauens der Kirche erscheinen Aber man muss hinzufügen dass dieses Wort an eine institutionelle Gestalt und an die personale Verantwortung der Zeugen gebunden ist man muss ferner hinzufügen dass die Bezeichnung des Sakraments mit dem Wort Brotbrechen den sozialen Anspruch der Eucharistie ausdrückt die nicht ein isolierter gottesdienstlicher Akt sondern eine Existenzweise ist das Leben im Teilen in der Gemeinschaft mit dem sich selbst verschenkenden Christus Mir erscheint wichtig die genannten Elemente der institutionelle Gestalt und der personalen Verantwortung der Zeugen nicht zu übersehen Auf die weiteren Fragen kommen wir noch zurück Zum zentralen Begriff der κοινονια führt der Kardinal aus Dieses Wort steht zwischen den beiden Begriffen Lehre und Brotbrechen Eucharistie es scheint in gewisser Hinsicht beides miteinander zu verbinden eine Art Brücke zwischen beiden zu sein Ferner können wir hinzufügen dass Lukas die vier vorkommenden Begriffe in zwei Wortpaaren vorstellt Lehre und Kommuni on Brotbrechen und Gebete Kommunion ist also mit apostolischer Lehre verknüpft bildet mit ihr sozusagen eine geschlossene Einheit und ist damit auch in gewisser Hinsicht vom Brotbrechen Eucharistie abgehoben jedenfalls über den gottesdienstlichen Vorgang hinausreichend dargestellt und wesentlich auf das grundlegende Faktum der beständig festgehaltenen Überlieferung und ihrer kirchlichen Gestalt gegründet Die αγαπ als Lebensprinzip der ersten Christengemeinde Der von mir ausgewählte Doppelbegriff ein Herz und eine Seele καρδ α και ψυχη μια befindet sich im zweiten Summarium der Apostelgeschichte und besagt eine theologische und existenzielle Vertiefung der bereits erörterten Einmütigkeit der Urgemeinde Hier werden die vom Hl Geist gewirkten vgl Apg 4 31 b inneren Grundlagen das innere Lebensprinzip der jungen Gemeinschaft und zwei unmittelbare Folgen nach außen geschildert die Gütergemeinschaft der Gläubigen und das kraftvolle Zeugnis der Apostel über die Auferstehung Jesu All ihr gemeinsames Tun ist von der Gnade Gottes getragen und geleitet Es heißt in Apg 4 32 37 32 Der Menge aber der Gläubiggewordenen war ein Herz und eine Seele und auch nicht einer sagte etwas von seinem Vermögen sei privat vielmehr war ihnen alles gemeinsam 33 Und mit großer Kraft erstatteten die Apostel Zeugnis von der Auferstehung des Herrn Jesus große Gnade war auf ihnen allen 34 Denn es war auch kein Notleidender unter ihnen alle nämlich die Besitzer von Grundstücken oder Häusern waren verkauften sie und brachten die Erlöse der veräußerten Objekte 35 und legten sie den Apostel zu Füßen Es wurde aber jedem ausgeteilt je nachdem einer Bedarf hatte Die Gemeinde lebt in der Liebe zu Gott Das Begriffspaar ein Herz und eine Seele nimmt einen biblischen Doppelaus druck aus dem Buche Deuteronomium auf wo über Israel gesagt wird dass sie das Volk ist das den Herrn seinen Gott mit seinem ganzen Herzen und ganzer Seele liebt Deut 13 4 Damit wird mit dem Doppelbegriff ein Herz und eine Seele an das im Schema täglich rezitierte Hauptgebot der Gottesliebe mit Herz und Seele erinnert dessen drittes Element Kraft in V 33 eben so vorkommt Die Liebe zu Gott ist das Hauptgebot und das Unterscheidungsmerkmal des auserwählten Volkes Damit ist in der Gemeinde Jesu auch die Verheißung Jahwes für Israel aus dem gleichen Buch Deuteronomium Deut 15 4 erfüllt Dort heißt es Freilich wird es bei dir keinen Armen geben denn Jahwe wird dich reichlich segnen in dem Lande welches Jahwe dein Gott dir zum Erbanteil geben wird dass du es besitzest Diese messianische Erfüllung wird durch den Verkauf von Privatbesitz ermöglicht womit eine wichtige soziale Barriere aufgehoben wird Auch dazu später noch ein Wort Die Gemeinde lebt die Verknüpfung von Gottes und Nächstenliebe Das Doppelwort ein Herz und eine Seele der Apostelgeschichte spiegelt aber ebenso die Neuheit des christlichen Glaubens wieder da es von der gelebten Wirklichkeit des neuen Gebotes zeugt Die Gemeinde lebt konkret die Verknüpfung von Gottes und Nächstenliebe Die κοινονια Gemeinde ist in diesem Sinne die Gemeinde der Einheit von horizontaler und vertikaler Dimension sie ist wahrlich die Gemeinschaft des Neuen Gebotes Jesu Es ist eine wunderbare Fügung dass der Hl Vater als erstes lehramtliches Dokument die Enzyklika Deus caritas est 25 12 2005 veröffentlicht hat die uns wichtige Elemente für die Vertiefung unserer Überlegungen bietet Der Hl Vater schreibt dort Mit der Zentralität der Liebe hat der christliche Glaube aufgenommen was innere Mitte von Israels Glauben war und dieser Mitte zugleich eine neue Tiefe und Weite gegeben Denn der gläubige Israelit betet jeden Tag die Worte aus dem Buch Deuteronomium in denen er das Zent rum seiner Existenz zusammengefasst weiß Höre Israel Jahwe unser Gott Jahwe ist einzig Darum sollst du den Herrn deinen Gott lieben mit ganzem Herzen mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft Deut 6 4 5 Jesus hat dieses Gebot der Gottesliebe mit demjenigen der Nächstenliebe aus dem Buch Levitikus Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst Lev 19 18 zu einem einzigen Auftrag zusammengeschlossen vgl Mk 12 29 31 Die Liebe ist da durch dass Gott uns zuerst geliebt hat vgl 1Joh 4 10 nicht mehr nur ein Gebot sondern Antwort auf das Geschenk des Geliebtseins mit dem Gott uns entgegengeht Papst Benedikt XVI führt über dieses Verhältnis weiter aus Gottes und Nächstenliebe sind untrennbar Es ist nur ein Gebot Beides aber lebt von der uns zuvorkommenden Liebe Gottes der uns zuerst geliebt hat So ist es nicht mehr Gebot von außen her das uns Unmögliches vorschreibt sondern geschenkte Erfahrung der Liebe von innen her die ihrem Wesen nach sich weiter mitteilen muss Liebe wächst durch Liebe Sie ist göttlich weil sie von Gott kommt und uns mit Gott eint uns in diesem Einigungsprozess zu einem Wir macht das unsere Trennungen überwindet und uns eins werden lässt so dass am Ende Gott alles in allem ist vgl 1 Kor 15 28 Der Hl Vater spricht von der unlöslichen Verschränkung von Gottes und Nächstenliebe Beide gehören so zusammen dass die Behauptung der Gottes liebe zur Lüge wird wenn der Mensch sich dem Nächsten verschließt oder gar ihn hasst All dies ist in der Gemeinde Jesu erfüllt sodass sie wirklich ein Herz und eine Seele geworden ist Diese ihre Erfahrung und ihr Zeugnis sind ansteckend wie wir in den Berichten der Apostelgeschichte erfahren Die Gemeinde ist das eschatologische Volk Gottes Für Lukas ist die Gemeinde das eschatologische Volk Gottes Es geht ihm um eine ekklesiale Wirklichkeit in der gemäß der Verschränkung von Gottes und Nächstenliebe und ihrer konkreten Vermittlung im Volk Gottes jeder freiwillig auf seinen persönlichen Besitz zugunsten der Glaubensgemeinschaft und je des bedürftigen Bruders verzichtet Die Gemeinde in Jerusalem engagierte sich mit großer Kraft vgl Deut 6 5 für die Realisierung des eschatologischen Israel vgl Deut 15 4 Die Gütergemeinschaft war daher nicht so sehr asketisch motiviert sondern war konkreter Aus druck der eschatologischen Freude über das endgültige Gelingen des einmütigen Gottesvolkes Eine wahrhaft neue Zeit ist angebrochen Für Lukas erfüllen sich aber nicht nur die biblischen Verheißungen sondern ebenso die lang gehegten Hoffnungen der Völker auf ein gleiches Miteinander und Füreinander aller Menschen Ich möchte im Folgenden einige Elemente darstellen die aus dieser Neubestimmung des Volkes Gottes resultieren Ich denke an die bereits erwähnte Gütergemeinschaft die bedingungslose Zulassung der Heiden zur εκκλ σια und die brüderliche Hilfe gegenüber jedem Bedürftigen Die Gütergemeinschaft und die uneingeschränkte Hilfe Die κοινονια konkretisiert sich in der Gütergemeinschaft die damit ebenso einer Spiritualisierung des Glaubens entgegenwirkt Nach Papst Benedikt konnte diese radikale Form der materiellen Gemeinschaft beim Größerwerden der Kirche nicht aufrechterhalten werden Er fügt jedoch hinzu Der Kern um den es ging blieb aber bestehen Innerhalb der Gemeinschaft der Gläubigen darf es keine Armut derart geben dass jemandem die für ein menschenwürdiges Leben nötigen Güter versagt bleiben Was in der Großkirche nicht mehr möglich war hat sich aber dennoch in den religiösen Orden und Kongregationen aber auch in vielen Neuen Bewegungen und Kirchlichen Gemeinschaften erhalten Auf diese Weise geht ein so wichtige Charakteristikum Proprium der urkirchlichen Glaubensgemeinschaft nicht verloren Die eucharistische Gemeinschaft fügt den sozialen Folgen der κοινονια eine noch tiefergehende Begründung hinzu Dazu sagt der Kardinal Gemeinschaft im und am Leib Christi bedeutet Gemeinschaft miteinander Sie schließt das Sich annehmen das gegenseitige Geben und Nehmen die Bereitschaft zum Teilen ihrem Wesen nach mit ein Mit Kirchengemeinschaft ist es unvereinbar dass die einen schwelgen und die anderen darben Sie ist

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  • Militärgeneralvikariat - Weihnachtsbrief des Militärbischofs 2006
    Volk das im Dunkel lebt sieht ein helles Licht über denen die im Land der Finsternis wohnen strahlt ein Licht auf Du erregst lauten Jubel und schenkst große Freude Man freut sich in deiner Nähe Diese Worte aus dem 9 Kapitel des Buches des Propheten Jesaja werden wir in der Christmette als erste Lesung hören Besonders in der dunklen Winterzeit wächst die Sehnsucht der Menschen nach Licht Als Christen wissen wir dass dieses Licht Jesus Christus ist Er ist das Licht das lauten Jubel Freude und Frieden bringt vor allem innerlichen Frieden Wir hören diese Botschaft auch in der Messe am Weihnachtsmorgen Allmächtiger Gott dein ewiges Wort ist Fleisch geworden um uns mit dem Glanz deines Lichtes zu erfüllen Gib dass in unseren Werken widerstrahlt was durch den Glauben in unseren Herzen leuchtet so die Botschaft In der Liturgie der Kirche in ihrem Beten in der lebendigen Gemeinschaft der Gläubigen erfahren wir die Liebe Gottes nehmen wir Christus wahr und lernen so auch seine Gegenwart in unserem Alltag zu erkennen Er hat uns zuerst geliebt deswegen können auch wir mit Liebe antworten Wenn unsere Soldatinnen und Soldaten auch unter Einsatz des eigenen Lebens Menschen in katastrophalen Situationen helfen oder durch ihre Präsenz das Ausbrechen von Gewalt verhindern dann geben sie diese von Gott geschenkte Liebe weiter Papst Benedikt formuliert es noch deutlicher Der Liebesdienst ist für die Kirche nicht eine Art Wohlfahrtsaktivität die man auch anderen überlassen könnte sondern er gehört zu ihrem Wesen ist unverzichtbarer Wesensausdruck ihrer selbst so der Papst Daran erkennt man dass sich die Kirche wie Jesus Christus selbst der Schwachen und Unterdrückten annimmt dass sie die Einsamen tröstet und den Notleidenden hilft Wie Weihnachten die Menschwerdung Gottes für alle Menschen erlösend ist so ist auch der Dienst der Kirche für alle da Die Kirche ist

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  • Militärgeneralvikariat - Botschaft seiner Heiligkeit Papst Benedikt XVI. zur Feier des Weltfriedenstages
    eine Kultur die dem Frieden abträglich sind Die naturgegebene Gleichheit aller Menschen 6 An der Wurzel nicht weniger Spannungen die den Frieden bedrohen liegen sicherlich die vielen ungerechten Ungleichheiten die tragischerweise noch in der Welt vorhanden sind Besonders bedrohlich sind darunter einerseits die Unterschiede in der Möglichkeit die wesentlichen Güter wie Nahrung Wasser ein Zuhause und die Gesundheit zu erlangen und andererseits die fortdauernde Ungleichheit von Mann und Frau in der Ausübung der fundamentalen Menschenrechte Ein Element von größter Wichtigkeit für die Herstellung des Friedens ist die Anerkennung der wesentlichen Gleichheit unter den Menschen die aus ihrer gemeinsamen transzendenten Würde hervorgeht Die Gleichheit auf dieser Ebene ist also ein zu jener natürlichen Grammatik gehörendes Gut aller das aus dem göttlichen Schöpfungsplan ableitbar ist ein Gut das nicht mißachtet oder geringgeschätzt werden kann ohne schwerwiegende Auswirkungen zu verursachen die den Frieden gefährden Die äußerst schwere Not unter der viele Völker vor allem des afrikanischen Kontinents leiden ist der Ursprung gewaltsamer Einforderungen der Ansprüche und stellt deshalb eine schreckliche Verletzung des Friedens dar 7 Auch die unzureichende Beachtung der Lage der Frau bringt in das soziale Gleichgewicht Faktoren der Unbeständigkeit hinein Ich denke an die Ausbeutung von Frauen die wie Objekte behandelt werden und an die vielen Formen mangelnder Achtung vor ihrer Würde ich denke auch in anderem Zusammenhang an die in einigen Kulturen fortdauernden anthropologischen Vorstellungen die der Frau eine Stellung zuweisen die sie in starkem Maße der Willkür des Mannes unterwirft mit Konsequenzen die die Würde ihrer Person verletzten und die Inanspruchnahme ihrer grundlegenden Freiheiten beschneiden Man darf sich nicht der Illusion hingeben daß der Friede gesichert sei solange nicht auch diese Formen der Diskriminierung überwunden sind welche die jedem Menschen vom Schöpfer verliehene persönliche Würde verletzen 5 Die Ökologie des Friedens 8 Johannes Paul II schreibt in der Enzyklika Centesimus annus Nicht allein die Erde ist dem Menschen von Gott gegeben worden damit er unter Beachtung ihrer ursprünglichen Zielsetzung zum Guten von ihr Gebrauch machen soll sondern der Mensch selbst ist sich von Gott geschenkt worden und muß darum die natürliche und moralische Struktur mit der er ausgestattet wurde respektieren 6 Wenn der Mensch sich dieser ihm vom Schöpfer anvertrauten Aufgabe entsprechend verhält kann er gemeinsam mit seinen Mitmenschen eine Welt des Friedens erstehen lassen Neben der Ökologie der Natur gibt es also auch eine wie man es ausdrücken könnte Humanökologie die ihrerseits eine Sozialökologie erfordert Und das bedeutet daß sich die Menschheit wenn ihr der Frieden am Herzen liegt die bestehenden Verbindungen zwischen der Natur Ökologie also der Rücksicht auf die Natur und der auf den Menschen bezogenen Ökologie immer mehr vor Augen halten muß Die Erfahrung zeigt daß jede Rücksichtslosigkeit gegenüber der Umwelt dem menschlichen Zusammenleben Schaden zufügt und umgekehrt Immer deutlicher tritt der untrennbare Zusammenhang zwischen dem Frieden mit der Schöpfung und dem Frieden unter den Menschen in Erscheinung Der eine wie der andere setzt den Frieden mit Gott voraus Das als Sonnengesang bekannte poetische Gebet des heiligen Franziskus ist ein wunderbares stets aktuelles Beispiel für diese mannigfaltige Ökologie des Friedens 9 Wie eng dieser Zusammenhang zwischen der einen und der anderen Ökologie ist können wir anhand des täglich wachsenden Problems der Energieversorgung verstehen In diesen Jahren sind neue Nationen mit Elan in die industrielle Produktion eingestiegen und haben dadurch den Energiebedarf erhöht Das verursacht einen Wettlauf zu den verfügbaren Ressourcen der mit früheren Situationen nicht zu vergleichen ist Gleichzeitig lebt man in einigen Teilen der Erde noch in Verhältnissen eines großen Rückstandes in denen die Entwicklung auch aufgrund der Erhöhung des Energiepreises praktisch verhindert wird Was soll aus diesen Völkern werden Welche Art der Entwicklung oder Nicht Entwicklung wird ihnen durch die Energieknappheit aufgezwungen werden Welche Ungerechtigkeiten und Antagonismen wird der Wettlauf zu den Energiequellen auslösen Und wie werden diejenigen reagieren die von diesem Wettlauf ausgeschlossen bleiben Das sind Fragen die deutlich werden lassen wie eng die Rücksicht auf die Natur mit der Notwendigkeit verbunden ist zwischen den Menschen und den Nationen Beziehungen zu knüpfen die auf die Würde der Person achten und fähig sind ihre wirklichen Bedürfnisse zu befriedigen Die Zerstörung der Umwelt ein unangemessener und egoistischer Umgang mit ihr und der gewaltsame Aufkauf ihrer Ressourcen erzeugen Verletzungen Konflikte und Kriege eben weil sie die Frucht eines unmenschlichen Entwicklungs Konzepts sind Eine Entwicklung die sich nur auf den technisch wirtschaftlichen Aspekt beschränken würde und die ethisch religiöse Dimension vernachlässigte wäre nämlich keine ganzheitliche menschliche Entwicklung und würde schließlich wegen ihrer Einseitigkeit die zerstörerischen Fähigkeiten des Menschen antreiben Verkürzte Menschenbilder 10 Darum eilt es wenn auch im Rahmen der aktuellen Schwierigkeiten und internationalen Spannungen sich darum zu bemühen eine Humanökologie ins Leben zu rufen die dem Baum des Friedens zum Wachstum verhilft Um eine solche Unternehmung anzugehen ist es notwendig sich von einem Menschenbild leiten zu lassen das nicht durch ideologische und kulturelle Vorurteile oder durch politische und wirtschaftliche Interessen verdorben ist die zu Haß und Gewalt verführen Es ist verständlich daß das Menschenbild in den verschiedenen Kulturen unterschiedlich ist Unannehmbar ist dagegen wenn anthropologische Vorstellungen gehegt werden die in sich selbst den Keim des Kontrastes und der Gewalt tragen Ebenso inakzeptabel sind Gottesvorstellungen die Unduldsamkeit gegenüber den Mitmenschen erregen und zur Anwendung von Gewalt ihnen gegenüber anspornen Das ist ein Punkt der in aller Klarheit bekräftigt werden muß Ein Krieg im Namen Gottes ist niemals gutzuheißen Wenn eine gewisse Auffassung von Gott den Ursprung verbrecherischer Handlungen bildet ist das ein Zeichen dafür daß diese Auffassung sich bereits in eine Ideologie verwandelt hat 11 Heute ist jedoch der Friede nicht nur in Frage gestellt durch den Konflikt zwischen den verschiedenen verkürzten Menschenbildern bzw zwischen den Ideologien Er ist es auch durch die Gleichgültigkeit gegenüber dem was die wahre Natur des Menschen ausmacht Viele Zeitgenossen leugnen nämlich die Existenz einer spezifischen menschlichen Natur und ermöglichen so die verschrobensten Interpretationen dessen was wesentlich zum Menschen gehört Auch hier bedarf es der Klarheit eine schwache Sicht des Menschen die jeder auch exzentrischen Vorstellung Raum gibt begünstigt nur augenscheinlich den Frieden In Wirklichkeit behindert sie den echten Dialog und

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  • Militärgeneralvikariat - Weltfriedensbotschaft 2006
    Wohl eines jeden von ihnen verwirklicht wird Die Wahrheit des Friedens ruft alle dazu auf fruchtbare und aufrichtige Beziehungen zu pflegen und regt dazu an die Wege des Verzeihens und der Versöhnung zu suchen und zu gehen sowie ehrlich zu sein in den Verhandlungen und treu zum einmal gegebenen Wort zu stehen Besonders der Jünger Jesu der sich vom Bösen bedroht fühlt und deshalb spürt daß er das befreiende Eingreifen des göttlichen Meisters braucht wendet sich vertrauensvoll an ihn in dem Bewußtsein daß er keine Sünde begangen hat und in seinem Mund kein trügerisches Wort war vgl 1 Petr 2 22 vgl auch Jes 53 9 Jesus hat sich nämlich als die Wahrheit in Person bezeichnet und in seinen Worten die er in einer Vision an den Seher der Apokalypse richtete tiefe Abneigung erklärt gegen jeden der die Lüge liebt und tut Offb 22 15 Er ist es der die volle Wahrheit des Menschen und der Geschichte enthüllt Mit der Kraft seiner Gnade ist es möglich in der Wahrheit zu stehen und aus der Wahrheit zu leben denn nur er ist völlig wahrhaftig und treu Jesus ist die Wahrheit die uns den Frieden gibt 7 Die Wahrheit des Friedens muß auch dann gelten und ihren heilsamen Lichtglanz zur Geltung bringen wenn man sich in der tragischen Situation des Krieges befinden sollte Die Konzilsväter des Zweiten Vatikanischen Konzils betonen in der pastoralen Konstitution Gaudium et spes daß nicht deshalb weil ein Krieg unglücklicherweise ausgebrochen ist damit nun jedes Kampfmittel zwischen den gegnerischen Parteien erlaubt ist 7 Die Internationale Gemeinschaft hat ein internationales Menschenrecht aufgestellt um die verheerenden Folgen des Krieges vor allem für die Zivilbevölkerung so weit wie möglich zu begrenzen Bei vielen Gelegenheiten und auf verschiedene Weise hat der Heilige Stuhl aus der Überzeugung heraus daß auch im Krieg die Wahrheit des Friedens existiert seine Unterstützung für dieses Menschenrecht zum Ausdruck gebracht und auf dessen Achtung und schnelle Verwirklichung gedrängt Das internationale Menschenrecht ist zu den glücklichsten und wirkungsvollsten Ausdrucksformen jener Ansprüche zu rechnen die sich aus der Wahrheit des Friedens ergeben Gerade deshalb erscheint die Achtung dieses Rechtes notwendig als eine Pflicht für alle Völker Sein Wert ist zu würdigen und seine korrekte Anwendung zu gewährleisten indem es durch genaue Vorschriften aktualisiert wird die imstande sind den veränderlichen Gegebenheiten der modernen bewaffneten Konflikte sowie der Verwendung ständig neuer immer hochentwickelterer Waffensysteme entgegenzutreten 8 In Dankbarkeit denke ich an die Internationalen Organisationen und an alle die ohne Unterlaß mit aller Kraft für die Anwendung des internationalen Menschenrechts wirken Wie könnte ich an dieser Stelle die vielen Soldaten vergessen die in heiklen Operationen zur Beilegung der Konflikte und zur Wiederherstellung der zur Verwirklichung des Friedens notwendigen Bedingungen eingesetzt sind Auch ihnen möchte ich die Worte des Zweiten Vatikanischen Konzils ins Bewußtsein rufen Wer als Soldat im Dienst des Vaterlandes steht betrachte sich als Diener der Sicherheit und Freiheit der Völker Indem er diese Aufgabe recht erfüllt trägt er wahrhaft zur Festigung des Friedens bei 8 An dieser anspruchsvollen Front ist das Wirken der Militärordinariate der katholischen Kirche angesiedelt Ebenso wie den Militärbischöfen gilt auch den Militärseelsorgern meine Ermutigung in jeglicher Situation und Umgebung treue Verkünder der Wahrheit des Friedens zu bleiben 9 Bis zum heutigen Tag ist die Wahrheit des Friedens immer noch auf dramatische Weise gefährdet und geleugnet durch den Terrorismus der mit seinen Drohungen und seinen kriminellen Handlungen imstande ist die Welt im Zustand der Angst und der Unsicherheit zu halten Meine Vorgänger Paul VI und Johannes Paul II sind mehrmals eingeschritten um öffentlich auf die schreckliche Verantwortung der Terroristen hinzuweisen und die Unbesonnenheit ihrer Todespläne zu verurteilen Solche Pläne sind nämlich von einem tragischen und erschütternden Nihilismus inspiriert den Papst Johannes Paul II mit folgenden Worten beschrieb Wer durch die Ausführung von Terroranschlägen tötet hegt Gefühle der Verachtung für die Menschheit und manifestiert Hoffnungslosigkeit gegenüber dem Leben und der Zukunft Alles kann aus dieser Sicht gehaßt und zerstört werden 9 Nicht nur der Nihilismus sondern auch der religiöse Fanatismus der heute oft als Fundamentalismus bezeichnet wird kann terroristische Vorhaben und Handlungen inspirieren und nähren Da Johannes Paul II von Anfang an die explosive Gefahr erahnte die der fanatische Fundamentalismus darstellt prangerte er ihn hart an und warnte vor der Anmaßung anderen die eigene Überzeugung bezüglich der Wahrheit mit Gewalt aufzuzwingen anstatt sie ihnen als ein freies Angebot vorzulegen Er schrieb Die Anmaßung das was man selbst für die Wahrheit hält anderen gewaltsam aufzuzwingen bedeutet daß dadurch die Würde des Menschen verletzt und schließlich Gott dessen Abbild er ist beleidigt wird 10 10 Genau betrachtet stehen der Nihilismus und der Fundamentalismus in einem falschen Verhältnis zur Wahrheit Die Nihilisten leugnen die Existenz jeglicher Wahrheit die Fundamentalisten erheben den Anspruch sie mit Gewalt aufzwingen zu können Obwohl sie verschiedenen Ursprungs sind und in unterschiedlichen kulturellen Zusammenhängen beheimatete Erscheinungen darstellen stimmen Nihilismus und Fundamentalismus überein in einer gefährlichen Verachtung des Menschen und seines Lebens und im Endeffekt Gottes selbst An der Basis dieses gemeinsamen tragischen Resultates steht nämlich letztlich die Verdrehung der vollen Wahrheit Gottes Der Nihilismus leugnet seine Existenz und seine sorgende Gegenwart in der Geschichte der fanatische Fundamentalismus verzerrt sein liebevolles und barmherziges Angesicht und setzt an seine Stelle nach eigenem Bild gestaltete Götzen Es ist zu wünschen daß man sich bei der Analyse der Ursachen des zeitgenössischen Phänomens des Terrorismus außer den Gründen politischen und sozialen Charakters auch die kulturellen religiösen und ideologischen Motive vor Augen hält 11 Angesichts der Gefahren die die Menschheit in dieser unserer Zeit erlebt ist es Aufgabe aller Katholiken in allen Teilen der Welt das Evangelium des Friedens vermehrt zu verkündigen und stärker Zeugnis dafür zu geben sowie deutlich klarzustellen daß die Anerkennung der vollständigen Wahrheit Gottes die unerläßliche Vorbedingung für die Stärkung der Wahrheit des Friedens ist Gott ist Liebe die rettet ein liebevoller Vater der sehen möchte daß seine Kinder sich gegenseitig als Geschwister erkennen die verantwortlich danach streben die verschiedenen Begabungen in den Dienst des Allgemeinwohls der menschlichen Familie zu stellen Gott ist eine unerschöpfliche Quelle der Hoffnung die dem

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  • Militärgeneralvikariat - Weihnachtsbrief des Militärbischofs 2005
    schwer fällt zum Beispiel wenn ein Familienmitglied im Auslands oder Assistenzeinsatz ist Es gäbe noch viele Fragen aber es bleibt dabei Weihnachten ist das Fest der Familie denn die Heilige Nacht ist die Geburtsstunde der Heiligen Familie Bedenken wir kurz das Leben der Heiligen Familie Das irdische Leben des Gottmenschen Jesus vollzieht sich nicht in Vollkommenheit Jesus braucht menschliche Unterstützung Zuneigung und Geborgenheit er wächst als Mensch so heran wie menschliches Leben sich entwickeln soll damit es in gesunder Weise reifen kann in der Geborgenheit der liebenden Familie Die Heilige Familie ist nicht nur Vorbild sondern auch Fürsprecherin für die christliche Familie Sie weiß um die Sorge Nöte und Ängste in vielen Familien und hilft aus göttlicher Kraft wenn wir darum bitten Das wird in der Betrachtung der Bedeutung Mariens und des hl Josef deutlich Maria ist nicht nur die biologische Mutter sondern von Gott auserwählt Mutter des Herrn zu sein Gottesmutter Natürlich begleitet sie wie kein anderer Mensch ihren Sohn auf seinem ganzen irdischen Lebensweg Sie wird bis unter dem Kreuz bei Jesus sein Sie wird die Auferstehung bezeugen und die Herabkunft des Heiligen Geistes auf die junge Kirche erleben Maria ist ganz Mutter in ihrer Sorge in ihrem Schmerz durch ihr Mitwirken beim Erlösungshandeln ihres Sohnes durch ihr Mitleiden Alles bewahrt sie in ihrem Herzen und durchlebt vorbildhaft das Heilsgeschehen an uns Menschen so ist sie auch Mutter der Glaubenden Mutter der Kirche In jeder Familie gilt es also das Kreuz des anderen mitzutragen sein Leid mitzufühlen seine Sorge und Freude zu teilen Maria hilft allen die ihre Hilfe erbitten Der hl Josef ist als Pflegevater Jesu dessen Beschützer Man kann biblisch sagen Er ist auf Zeit der Hirt des Hirten aller Menschen Er hütet nährt und umsorgt in einem großen Vertrauen auf Gottes Hilfe So ist er

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  • Militärgeneralvikariat - Pastoralkonzept der röm.kath. Militärseelsorge
    Sinne des Artikel 15 StGG Weitere bindende Rechtsvorschriften für die Katholische Militärseelsorge sind a der Codex Iuris Canonici vom 27 November 1983 b die Apostolische Konstitution Spirituali Militum Curae vom 21 April 1986 c die Statuten des Militärordinariates der Republik Österreich vom 30 Mai 1989 d der Artikel 9 des Konkordates vom 5 Juni 1933 e Erlässe des Bundesministeriums für Landesverteidigung f Erlässe des Militärbischofs von Österreich III GRUNDAUFGABEN Seelsorge sieht den ganzen Menschen in Bezug auf Gott den Mitmenschen und zur Umwelt Sie nimmt Anteil an Freude und Hoffnung Trauer und Angst in den verschiedenen Lebenssituationen der Menschen und bietet Hilfe an Die Kernanliegen sind Verkündigung Liturgie und Diakonie Ein Schwergewicht ist die religiöse und ethische Bildung des Soldaten wozu unsere Aus Fort und Weiterbildungsvorgänge dienen Wehrpädagogik und Berufsethik Ein besonderes Anliegen der Militärseelsorge in Form der pastoralpsychologischen Hilfe ist die Betreuung und Begleitung von Heerespersonen im In und Ausland sowie von deren Angehörigen in persönlichen Notfall und Krisensituationen bei Einsätzen bei belastenden Erlebnissen sowie in allen Situationen wo Existenzfragen auftreten Die Katholische Militärseelsorge sieht sich als Ansprechpartner in allen religiösen seelsorglichen ethischen und persönlichen Fragen auch für Personen die nicht ihrem Zuständigkeitsbereich angehören Sie übt eine beratende und unterstützende Funktion in Zusammenarbeit mit Kommandanten und Stäben aller Ebenen aus IV HAUPTBEREICHE A Verkündigungsdienst An erster Stelle wird der Verkündigungs auftrag in Gottesdiensten Andachten und Feiern zur Oster und Weihnachtszeit durch Predigten sowie Ansprachen bei militärischen Feiern Angelobungen Traditionstagen Fahnensegnungen Totengedenken etc umgesetzt Grundlage des religiösen und ethischen Handelns der Führungskräfte bilden die an den drei Akademien LVAk MilAk HUAk durchgeführten ethischen Seminare sowie der an den höheren Militärschulen erteilte Religionsunterricht In weiterer Folge dienen Besinnungstage und Seminare sowie der lebenskundliche Unterricht dazu alle Heerespersonen zu einem religiösen und ethischen Handeln anzuregen und das Kennenlernen anderer Religionen Völker und Kulturen auf der Basis des christlichen Menschenbildes zu ermöglichen da die Erfüllung eines friedensstiftenden und friedenserhaltenden Auftrages die Ehrfurcht vor Gott und die Achtung der menschlichen Würde unabdingbar voraussetzt Die Nutzung aller verfügbaren Kommunikationsmittel und Massenmedien ist dabei in geeigneter Weise anzustreben Medien apostolat Soldatenwallfahrten und die Feier der Weltfriedenstage in Verbindung mit der Botschaft des Papstes bieten die Chance aus religiösen Erlebnissen ein tieferes Verständnis des Glaubens zu finden und Trost und Kraft für den weiteren Lebensweg schöpfen zu können sowie Gedanken über die Bedeutung des Friedens zu vertiefen B Liturgischer Dienst Sakramente und Sakramentalien Quelle und Höhepunkt des geistlichen Lebens ist die Eucharistiefeier die regelmäßig in allen Soldaten oder Garnisonskirchen oder auch als Feldmesse gefeiert wird Die Festzeiten des Kirchenjahres sowie besondere Anlässe Traditions Gedenktage etc finden dabei eine besondere Berücksichtigung Als Beitrag zur Gewissensbildung der Soldaten ist die Hinführung zum Bußsakrament und die Schärfung des Blickes für Schuld und Sünde unerlässlich Deswegen ist dafür Sorge zu tragen in angemessener Weise den Empfang des Bußsakramentes anzubieten und zu ermöglichen vor allem im Rahmen der Firm Ehe und Ostervorbereitung Bußandachten und Besinnungstage können einer fruchtbaren Vorbereitung für den Empfang des Bußsakramentes dienen die Generalabsolution ist aber der einschlägigen Notlagenregelung

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  • Militärgeneralvikariat - Neuer Apostolischer Nuntius
    Form Benutzername Passwort Angemeldet bleiben Passwort vergessen Aktuelles aus den Diözesen Traiskirchen Caritas pocht auf Öffnung für Hilfsorganisationen Neue Pilgerbilder werben für Jakobsweg in Salzburg Kärntner Kirche auf intensiver Suche nach Flüchtlingsquartieren Aktuelles aus den Militärpfarren Kinderferienlager Tirol Unsere Pensionistenwallfahrt Gedenkmesse im Tiroler Oberland 40 Jahre Soldatenwallfahrt nach Mariazell Zwischen Schimmelpilz modrigem Holz Patroziniumsfest der Soldatenkirche Neuer Apostolischer Nuntius Papst Benedikt XVI hat Erzbischof Edmond Farhat zum neuen Apostolischen Nuntius in Österreich ernannt Erzbischof Farhat löst in dieser Funktion Erzbischof Georg Zur ab der im Februar die Altersgrenze von 75 erreicht hatte Erzbischof Edmond Farhat löst als diplomatischer Vertreter des Heiligen Stuhles in Österreich Erzbischof Georg Zur ab der im Februar 2005 die Altersgrenze von 75 Jahren erreicht hat Der neue Nuntius wird sein Akkreditierungsschreiben voraussichtlich Anfang Oktober an Bundespräsident Heinz Fischer überreichen Bis dahin bleibt Nuntius Zur im Amt Erzbischof Farhat der aus dem Libanon stammt war bisher Apostolischer Nuntius in Ankara zugleich war er als Nuntius in der turkmenischen Hauptstadt Aschchabad mitakkreditiert Edmond Farhat wurde am 20 Mai 1933 in Ain Kfaa in der maronitisch katholischen Eparchie Dschubail im Libanon geboren 1959 wurde er vom damaligen maronitischen Patriarchen von Antiochien zum Priester geweiht 1989 wurde er in den

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