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  • Militärgeneralvikariat - Botschaft seiner Heiligkeit Papst Benedikt XVI. zur Feier des Weltfriedenstages
    Wir leben nicht zufällig nebeneinander als Menschen sind wir alle auf demselben Weg und darum gehen wir ihn als Brüder und Schwestern Deshalb ist es wesentlich daß jeder sich bemüht sein Leben in einer Haltung der Verantwortlichkeit vor Gott zu leben indem er in Ihm den Urquell der eigenen Existenz wie auch jener der anderen erkennt In der Rückbesinnung auf diesen höchsten Ursprung können der unbedingte Wert eines jeden Menschen wahrgenommen und so die Voraussetzungen für den Aufbau einer versöhnten Menschheit geschaffen werden Ohne dieses transzendente Fundament ist die Gesellschaft nur eine Ansammlung von Nachbarn nicht eine Gemeinschaft von Brüdern und Schwestern die berufen sind eine große Familie zu bilden Familie menschliche Gemeinschaft und Umwelt 7 Die Familie braucht ein Heim eine ihr angemessene Umgebung in der sie ihre Beziehungen knüpfen kann Für die Menschheitsfamilie ist dieses Heim die Erde die Umwelt die Gott der Schöpfer uns gegeben hat damit wir sie mit Kreativität und Verantwortung bewohnen Wir müssen für die Umwelt Sorge tragen Sie ist dem Menschen anvertraut damit er sie in verantwortlicher Freiheit bewahrt und kultiviert wobei sein Orientierungsmaßstab immer das Wohl aller sein muß Natürlich besitzt der Mensch einen Wertvorrang gegenüber der gesamten Schöpfung Die Umwelt zu schonen heißt nicht die Natur oder die Tierwelt wichtiger einzustufen als den Menschen Es bedeutet vielmehr sie nicht in egoistischer Weise als völlig verfügbar für die eigenen Interessen anzusehen denn auch die kommenden Generationen haben das Recht aus der Schöpfung Nutzen zu ziehen indem sie ihr gegenüber dieselbe verantwortliche Freiheit zum Ausdruck bringen die wir für uns beanspruchen Ebenso dürfen die Armen nicht vergessen werden die in vielen Fällen von der allgemeinen Bestimmung der Güter der Schöpfung ausgeschlossen sind Heute bangt die Menschheit um das künftige ökologische Gleichgewicht Es ist gut diesbezügliche Einschätzungen mit Bedachtsamkeit im Dialog zwischen Experten und Gelehrten ohne ideologische Beschleunigungen auf übereilte Schlußfolgerungen hin vorzunehmen vor allem sollte dabei ein annehmbares Entwicklungsmodell gemeinsam vereinbart werden das unter Beachtung des ökologischen Gleichgewichts das Wohlergehen aller gewährleistet Wenn der Umweltschutz mit Kosten verbunden ist müssen diese gerecht verteilt werden indem man die Unterschiede in der Entwicklung der verschiedenen Länder und die Solidarität mit den kommenden Generationen berücksichtigt Bedachtsamkeit bedeutet nicht keine eigene Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen aufzuschieben es bedeutet vielmehr es sich zur Pflicht zu machen nach verantwortungsbewußter Abwägung gemeinsam zu entscheiden welcher Weg einzuschlagen ist mit dem Ziel jenen Bund zwischen Mensch und Umwelt zu stärken der ein Spiegel der Schöpferliebe Gottes sein soll des Gottes in dem wir unseren Ursprung haben und zu dem wir unterwegs sind 8 Grundlegend ist in diesem Zusammenhang die Erde als unser gemeinsames Haus zu empfinden und für ihre Nutzung im Dienste aller eher den Weg des Dialogs zu wählen als den der einseitigen Entscheidungen Falls nötig können die institutionellen Stellen auf internationaler Ebene vermehrt werden um gemeinsam die Leitung dieses unseres Hauses in Angriff zu nehmen noch mehr kommt es jedoch darauf an im allgemeinen Bewußtsein die Überzeugung reifen zu lassen daß eine verantwortliche Zusammenarbeit notwendig ist Die Probleme die sich am Horizont abzeichnen sind komplex und die Zeit drängt Um der Situation wirksam entgegenzutreten bedarf es der Übereinstimmung im Handeln Ein Bereich in dem es besonders notwendig wäre den Dialog zwischen den Nationen zu intensivieren ist jener der Verwaltung der Energiequellen des Planeten Eine zweifache Dringlichkeit stellt sich diesbezüglich den technisch fortgeschrittenen Ländern Einerseits müssen die durch das aktuelle Entwicklungsmodell bedingten hohen Konsum Standards überdacht werden und andererseits ist für geeignete Investitionen zur Differenzierung der Energiequellen und für die Verbesserung der Energienutzung zu sorgen Die Schwellenländer haben Energiebedarf doch manchmal wird dieser Bedarf zum Schaden der armen Länder gedeckt die wegen ihrer auch technisch ungenügenden Infrastrukturen gezwungen sind die in ihrem Besitz befindlichen Energie Ressourcen unter Preis zu verschleudern Manchmal wird sogar ihre politische Freiheit in Frage gestellt durch Formen von Protektorat oder zumindest von Abhängigkeiten die sich eindeutig als demütigend erweisen Familie menschliche Gemeinschaft und Wirtschaft 9 Eine wesentliche Voraussetzung für den Frieden in den einzelnen Familien ist daß sie sich auf ein solides Fundament gemeinsam anerkannter geistiger und ethischer Werte stützen Dazu ist aber ergänzend zu bemerken daß die Familie eine echte Erfahrung von Frieden macht wenn keinem das Nötige fehlt und das familiäre Vermögen die Frucht der Arbeit einiger des Sparens anderer und der aktiven Zusammenarbeit aller gut verwaltet wird in Solidarität ohne Unmäßigkeiten und ohne Verschwendungen Für den familiären Frieden ist also einerseits die Öffnung auf ein transzendentes Erbe an Werten notwendig andererseits aber ist es zugleich nicht bedeutungslos sowohl die materiellen Güter klug zu verwalten als auch die zwischenmenschlichen Beziehungen mit Umsicht zu pflegen Eine Vernachlässigung dieses Aspektes hat zur Folge daß aufgrund der unsicheren Aussichten welche die Zukunft der Familie bedrohen das gegenseitige Vertrauen Schaden nimmt 10 Ähnliches ist über jene andere große Familie zu sagen welche die Menschheit im ganzen ist Auch die Menschheitsfamilie die heute durch das Phänomen der Globalisierung noch enger vereint ist braucht außer einem Fundament an gemeinsam anerkannten Werten eine Wirtschaft die wirklich den Erfordernissen eines Allgemeinwohls in weltweiten Dimensionen gerecht wird Die Bezugnahme auf die natürliche Familie erweist sich auch unter diesem Gesichtspunkt als besonders aufschlußreich Zwischen den einzelnen Menschen und unter den Völkern müssen korrekte und ehrliche Beziehungen gefördert werden die allen die Möglichkeit geben auf einer Basis der Parität und der Gerechtigkeit zusammenzuarbeiten Zugleich muß man sich um eine kluge Nutzung der Ressourcen und um eine gerechte Verteilung der Güter bemühen Im besonderen müssen die den armen Ländern gewährten Hilfen den Kriterien einer gesunden wirtschaftlichen Logik entsprechen indem Verschwendungen vermieden werden die letztlich vor allem der Erhaltung kostspieliger bürokratischer Apparate dienen Ebenfalls gebührend zu berücksichtigen ist der moralische Anspruch dafür zu sorgen daß die wirtschaftliche Organisation nicht nur den strengen Gesetzen des schnellen Profits entspricht die sich als unmenschlich erweisen können Familie menschliche Gemeinschaft und Sittengesetz 11 Eine Familie lebt im Frieden wenn alle ihre Glieder sich einer gemeinsamen Richtlinie unterwerfen Diese muß dem egoistischen Individualismus wehren und die einzelnen zusammenhalten indem sie ihre harmonische Koexistenz und ihren zielgerichteten Fleiß fördert Das in sich

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  • Militärgeneralvikariat - Weihnachtsbrief des Militärbischofs 2007
    in lebendiger Erinnerung Seit 850 Jahren kommen nach Mariazell Beter aus verschiedenen Völkern und Nationen mit all ihren Sorgen und Hoffnungen So ist Mariazell für Österreich und weit über Österreich hinaus ein Ort des Friedens und der versöhnenden Einheit geworden Maria zeigt in der Gnadenstatue auf Jesus hin den sie in ihren Händen hält Auf Christus schauen so lautete auch das Motto für den Besuch Papst Benedikts Christus ist für uns Christen der Weg und das Ziel Wie wir diesen göttlichen Weg gehen sollen zeigt uns Christus mit aller Realität mit Freud und Leid mit Hoffnung und viel Liebe Nur ER ist Gott und nur ER ist daher die Brücke die Gott und Mensch wirklich zueinander kommen lässt Wenn wir Christen so der Papst Christus daher den einzigen für alle gültigen Heilsmittler nennen der alle angeht und dessen alle letztlich bedürfen so ist dies keine Verachtung der anderen Religionen und keine hochmütige Absolutsetzung unseres eigenen Denkens Es ist das Ergriffensein von dem der uns angerührt und uns beschenkt hat damit wir auch andere beschenken können mit Frieden Gerechtigkeit Vergebung und Versöhnung Dadurch sind wir zu Weihnachten durch die Geburt unseres Erlösers beschenkt worden Maria zeigt uns ihren Sohn denn Gott hat sich klein gemacht für uns Gott kommt nicht mit äußerer Macht sondern er kommt in der Ohnmacht seiner Liebe die seine Macht ist Er gibt sich in unsere Hände und er bittet um unsere Liebe die er selbst bis zu seinem Kreuzestod vorgelebt und durchgelitten hat Gott hat die Welt nicht durch das Schwert sondern durch das Kreuz erlöst die Menschheit mit seinem Frieden mit ausgebreiteten Armen bei sich zu bergen Er wusste dass das Böse und letztlich der Tod nur durch die göttliche Liebe zu überwinden ist Und er beweist dies durch seine Auferstehung durch seinen Heimgang zum

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  • Militärgeneralvikariat - Ostergruß des Militärbischofs für Österreich
    geehrte Angehörige des Bundesheeres Geschätzte Leserinnen und Leser unserer Homepage Zu Ostern feiern wir Christen das zentrale Geheimnis unseres Glaubens die Erlösung aller Menschen durch den endgültigen Sieg Christi über Sünde und Tod in seiner Auferstehung Auch in unseren Tagen ist Ostern für viele Menschen ein besonderes Fest auch über den Kreis jener hinaus die regelmäßig am liturgischen Leben der Kirche teilnehmen Viele spüren die besondere tiefe Symbolik die sich in der Feier von Tod und Auferstehung Christi verbirgt und den österlichen Tagen ihre eigene Atmosphäre verleiht Geht es doch dabei um die uralte und immer neue Sehnsucht des Menschen dass es Leben aus dem Tod geben möge Liebe und Versöhnung angesichts von Hass und Gewalt Vergebung die einen neuen Anfang schenkt Einheit die Zwietracht überwindet und dass die Hoffnung auf eine neue Welt in der Gerechtigkeit und Friede herrschen nicht vergeblich sei Dies alles feiern wir Christen zu Ostern als eine von Gott von Seiner Liebe erfüllte und zugesagte Wirklichkeit Ein besonderes Zeichen der Einheit dürfen wir dieses Jahr in dem Umstand erkennen dass heuer die Christenheit des Ostens und des Westens dieses große Fest das sonst wegen der unterschiedlichen Kalendersysteme an verschiedenen Tagen gefeiert wird wieder einmal am selben Tag feiert Denn die Feier der Eucharistie die ja den Höhepunkt der Osterfeiern bildet und jeden Sonntag sozusagen zu einem kleinen Ostefest macht ist eine Feier jener Einheit die von Gott geschenkt uns Menschen mit Ihm und untereinander verbindet als Gabe und Aufgabe zugleich Was wir Christen feiern das soll unser Leben prägen und gestalten Darauf weist Papst Benedikt XVI eindringlich in seinem Apostolischen Schreiben über die Eucharistie Sacramentum caritatis Sakrament der Liebe hin Gegen Ende seines Schreibens spricht er von den sozialen Implikationen des eucharistischen Mysteriums die wesenhaft in der Feier der Eucharistie enthalten sind und diese zentrale

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  • Militärgeneralvikariat - Weihnachtsbrief des Militärbischofs 2006
    Das Volk das im Dunkel lebt sieht ein helles Licht über denen die im Land der Finsternis wohnen strahlt ein Licht auf Du erregst lauten Jubel und schenkst große Freude Man freut sich in deiner Nähe Diese Worte aus dem 9 Kapitel des Buches des Propheten Jesaja werden wir in der Christmette als erste Lesung hören Besonders in der dunklen Winterzeit wächst die Sehnsucht der Menschen nach Licht Als Christen wissen wir dass dieses Licht Jesus Christus ist Er ist das Licht das lauten Jubel Freude und Frieden bringt vor allem innerlichen Frieden Wir hören diese Botschaft auch in der Messe am Weihnachtsmorgen Allmächtiger Gott dein ewiges Wort ist Fleisch geworden um uns mit dem Glanz deines Lichtes zu erfüllen Gib dass in unseren Werken widerstrahlt was durch den Glauben in unseren Herzen leuchtet so die Botschaft In der Liturgie der Kirche in ihrem Beten in der lebendigen Gemeinschaft der Gläubigen erfahren wir die Liebe Gottes nehmen wir Christus wahr und lernen so auch seine Gegenwart in unserem Alltag zu erkennen Er hat uns zuerst geliebt deswegen können auch wir mit Liebe antworten Wenn unsere Soldatinnen und Soldaten auch unter Einsatz des eigenen Lebens Menschen in katastrophalen Situationen helfen oder durch ihre Präsenz das Ausbrechen von Gewalt verhindern dann geben sie diese von Gott geschenkte Liebe weiter Papst Benedikt formuliert es noch deutlicher Der Liebesdienst ist für die Kirche nicht eine Art Wohlfahrtsaktivität die man auch anderen überlassen könnte sondern er gehört zu ihrem Wesen ist unverzichtbarer Wesensausdruck ihrer selbst so der Papst Daran erkennt man dass sich die Kirche wie Jesus Christus selbst der Schwachen und Unterdrückten annimmt dass sie die Einsamen tröstet und den Notleidenden hilft Wie Weihnachten die Menschwerdung Gottes für alle Menschen erlösend ist so ist auch der Dienst der Kirche für alle da Die Kirche

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  • Militärgeneralvikariat - Botschaft seiner Heiligkeit Papst Benedikt XVI. zur Feier des Weltfriedenstages
    und eine Kultur die dem Frieden abträglich sind Die naturgegebene Gleichheit aller Menschen 6 An der Wurzel nicht weniger Spannungen die den Frieden bedrohen liegen sicherlich die vielen ungerechten Ungleichheiten die tragischerweise noch in der Welt vorhanden sind Besonders bedrohlich sind darunter einerseits die Unterschiede in der Möglichkeit die wesentlichen Güter wie Nahrung Wasser ein Zuhause und die Gesundheit zu erlangen und andererseits die fortdauernde Ungleichheit von Mann und Frau in der Ausübung der fundamentalen Menschenrechte Ein Element von größter Wichtigkeit für die Herstellung des Friedens ist die Anerkennung der wesentlichen Gleichheit unter den Menschen die aus ihrer gemeinsamen transzendenten Würde hervorgeht Die Gleichheit auf dieser Ebene ist also ein zu jener natürlichen Grammatik gehörendes Gut aller das aus dem göttlichen Schöpfungsplan ableitbar ist ein Gut das nicht mißachtet oder geringgeschätzt werden kann ohne schwerwiegende Auswirkungen zu verursachen die den Frieden gefährden Die äußerst schwere Not unter der viele Völker vor allem des afrikanischen Kontinents leiden ist der Ursprung gewaltsamer Einforderungen der Ansprüche und stellt deshalb eine schreckliche Verletzung des Friedens dar 7 Auch die unzureichende Beachtung der Lage der Frau bringt in das soziale Gleichgewicht Faktoren der Unbeständigkeit hinein Ich denke an die Ausbeutung von Frauen die wie Objekte behandelt werden und an die vielen Formen mangelnder Achtung vor ihrer Würde ich denke auch in anderem Zusammenhang an die in einigen Kulturen fortdauernden anthropologischen Vorstellungen die der Frau eine Stellung zuweisen die sie in starkem Maße der Willkür des Mannes unterwirft mit Konsequenzen die die Würde ihrer Person verletzten und die Inanspruchnahme ihrer grundlegenden Freiheiten beschneiden Man darf sich nicht der Illusion hingeben daß der Friede gesichert sei solange nicht auch diese Formen der Diskriminierung überwunden sind welche die jedem Menschen vom Schöpfer verliehene persönliche Würde verletzen 5 Die Ökologie des Friedens 8 Johannes Paul II schreibt in der Enzyklika Centesimus annus Nicht allein die Erde ist dem Menschen von Gott gegeben worden damit er unter Beachtung ihrer ursprünglichen Zielsetzung zum Guten von ihr Gebrauch machen soll sondern der Mensch selbst ist sich von Gott geschenkt worden und muß darum die natürliche und moralische Struktur mit der er ausgestattet wurde respektieren 6 Wenn der Mensch sich dieser ihm vom Schöpfer anvertrauten Aufgabe entsprechend verhält kann er gemeinsam mit seinen Mitmenschen eine Welt des Friedens erstehen lassen Neben der Ökologie der Natur gibt es also auch eine wie man es ausdrücken könnte Humanökologie die ihrerseits eine Sozialökologie erfordert Und das bedeutet daß sich die Menschheit wenn ihr der Frieden am Herzen liegt die bestehenden Verbindungen zwischen der Natur Ökologie also der Rücksicht auf die Natur und der auf den Menschen bezogenen Ökologie immer mehr vor Augen halten muß Die Erfahrung zeigt daß jede Rücksichtslosigkeit gegenüber der Umwelt dem menschlichen Zusammenleben Schaden zufügt und umgekehrt Immer deutlicher tritt der untrennbare Zusammenhang zwischen dem Frieden mit der Schöpfung und dem Frieden unter den Menschen in Erscheinung Der eine wie der andere setzt den Frieden mit Gott voraus Das als Sonnengesang bekannte poetische Gebet des heiligen Franziskus ist ein wunderbares stets aktuelles Beispiel für diese mannigfaltige Ökologie des Friedens 9 Wie eng dieser Zusammenhang zwischen der einen und der anderen Ökologie ist können wir anhand des täglich wachsenden Problems der Energieversorgung verstehen In diesen Jahren sind neue Nationen mit Elan in die industrielle Produktion eingestiegen und haben dadurch den Energiebedarf erhöht Das verursacht einen Wettlauf zu den verfügbaren Ressourcen der mit früheren Situationen nicht zu vergleichen ist Gleichzeitig lebt man in einigen Teilen der Erde noch in Verhältnissen eines großen Rückstandes in denen die Entwicklung auch aufgrund der Erhöhung des Energiepreises praktisch verhindert wird Was soll aus diesen Völkern werden Welche Art der Entwicklung oder Nicht Entwicklung wird ihnen durch die Energieknappheit aufgezwungen werden Welche Ungerechtigkeiten und Antagonismen wird der Wettlauf zu den Energiequellen auslösen Und wie werden diejenigen reagieren die von diesem Wettlauf ausgeschlossen bleiben Das sind Fragen die deutlich werden lassen wie eng die Rücksicht auf die Natur mit der Notwendigkeit verbunden ist zwischen den Menschen und den Nationen Beziehungen zu knüpfen die auf die Würde der Person achten und fähig sind ihre wirklichen Bedürfnisse zu befriedigen Die Zerstörung der Umwelt ein unangemessener und egoistischer Umgang mit ihr und der gewaltsame Aufkauf ihrer Ressourcen erzeugen Verletzungen Konflikte und Kriege eben weil sie die Frucht eines unmenschlichen Entwicklungs Konzepts sind Eine Entwicklung die sich nur auf den technisch wirtschaftlichen Aspekt beschränken würde und die ethisch religiöse Dimension vernachlässigte wäre nämlich keine ganzheitliche menschliche Entwicklung und würde schließlich wegen ihrer Einseitigkeit die zerstörerischen Fähigkeiten des Menschen antreiben Verkürzte Menschenbilder 10 Darum eilt es wenn auch im Rahmen der aktuellen Schwierigkeiten und internationalen Spannungen sich darum zu bemühen eine Humanökologie ins Leben zu rufen die dem Baum des Friedens zum Wachstum verhilft Um eine solche Unternehmung anzugehen ist es notwendig sich von einem Menschenbild leiten zu lassen das nicht durch ideologische und kulturelle Vorurteile oder durch politische und wirtschaftliche Interessen verdorben ist die zu Haß und Gewalt verführen Es ist verständlich daß das Menschenbild in den verschiedenen Kulturen unterschiedlich ist Unannehmbar ist dagegen wenn anthropologische Vorstellungen gehegt werden die in sich selbst den Keim des Kontrastes und der Gewalt tragen Ebenso inakzeptabel sind Gottesvorstellungen die Unduldsamkeit gegenüber den Mitmenschen erregen und zur Anwendung von Gewalt ihnen gegenüber anspornen Das ist ein Punkt der in aller Klarheit bekräftigt werden muß Ein Krieg im Namen Gottes ist niemals gutzuheißen Wenn eine gewisse Auffassung von Gott den Ursprung verbrecherischer Handlungen bildet ist das ein Zeichen dafür daß diese Auffassung sich bereits in eine Ideologie verwandelt hat 11 Heute ist jedoch der Friede nicht nur in Frage gestellt durch den Konflikt zwischen den verschiedenen verkürzten Menschenbildern bzw zwischen den Ideologien Er ist es auch durch die Gleichgültigkeit gegenüber dem was die wahre Natur des Menschen ausmacht Viele Zeitgenossen leugnen nämlich die Existenz einer spezifischen menschlichen Natur und ermöglichen so die verschrobensten Interpretationen dessen was wesentlich zum Menschen gehört Auch hier bedarf es der Klarheit eine schwache Sicht des Menschen die jeder auch exzentrischen Vorstellung Raum gibt begünstigt nur augenscheinlich den Frieden In Wirklichkeit behindert sie den echten Dialog

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  • Militärgeneralvikariat - Weltfriedensbotschaft 2006
    das Wohl eines jeden von ihnen verwirklicht wird Die Wahrheit des Friedens ruft alle dazu auf fruchtbare und aufrichtige Beziehungen zu pflegen und regt dazu an die Wege des Verzeihens und der Versöhnung zu suchen und zu gehen sowie ehrlich zu sein in den Verhandlungen und treu zum einmal gegebenen Wort zu stehen Besonders der Jünger Jesu der sich vom Bösen bedroht fühlt und deshalb spürt daß er das befreiende Eingreifen des göttlichen Meisters braucht wendet sich vertrauensvoll an ihn in dem Bewußtsein daß er keine Sünde begangen hat und in seinem Mund kein trügerisches Wort war vgl 1 Petr 2 22 vgl auch Jes 53 9 Jesus hat sich nämlich als die Wahrheit in Person bezeichnet und in seinen Worten die er in einer Vision an den Seher der Apokalypse richtete tiefe Abneigung erklärt gegen jeden der die Lüge liebt und tut Offb 22 15 Er ist es der die volle Wahrheit des Menschen und der Geschichte enthüllt Mit der Kraft seiner Gnade ist es möglich in der Wahrheit zu stehen und aus der Wahrheit zu leben denn nur er ist völlig wahrhaftig und treu Jesus ist die Wahrheit die uns den Frieden gibt 7 Die Wahrheit des Friedens muß auch dann gelten und ihren heilsamen Lichtglanz zur Geltung bringen wenn man sich in der tragischen Situation des Krieges befinden sollte Die Konzilsväter des Zweiten Vatikanischen Konzils betonen in der pastoralen Konstitution Gaudium et spes daß nicht deshalb weil ein Krieg unglücklicherweise ausgebrochen ist damit nun jedes Kampfmittel zwischen den gegnerischen Parteien erlaubt ist 7 Die Internationale Gemeinschaft hat ein internationales Menschenrecht aufgestellt um die verheerenden Folgen des Krieges vor allem für die Zivilbevölkerung so weit wie möglich zu begrenzen Bei vielen Gelegenheiten und auf verschiedene Weise hat der Heilige Stuhl aus der Überzeugung heraus daß auch im Krieg die Wahrheit des Friedens existiert seine Unterstützung für dieses Menschenrecht zum Ausdruck gebracht und auf dessen Achtung und schnelle Verwirklichung gedrängt Das internationale Menschenrecht ist zu den glücklichsten und wirkungsvollsten Ausdrucksformen jener Ansprüche zu rechnen die sich aus der Wahrheit des Friedens ergeben Gerade deshalb erscheint die Achtung dieses Rechtes notwendig als eine Pflicht für alle Völker Sein Wert ist zu würdigen und seine korrekte Anwendung zu gewährleisten indem es durch genaue Vorschriften aktualisiert wird die imstande sind den veränderlichen Gegebenheiten der modernen bewaffneten Konflikte sowie der Verwendung ständig neuer immer hochentwickelterer Waffensysteme entgegenzutreten 8 In Dankbarkeit denke ich an die Internationalen Organisationen und an alle die ohne Unterlaß mit aller Kraft für die Anwendung des internationalen Menschenrechts wirken Wie könnte ich an dieser Stelle die vielen Soldaten vergessen die in heiklen Operationen zur Beilegung der Konflikte und zur Wiederherstellung der zur Verwirklichung des Friedens notwendigen Bedingungen eingesetzt sind Auch ihnen möchte ich die Worte des Zweiten Vatikanischen Konzils ins Bewußtsein rufen Wer als Soldat im Dienst des Vaterlandes steht betrachte sich als Diener der Sicherheit und Freiheit der Völker Indem er diese Aufgabe recht erfüllt trägt er wahrhaft zur Festigung des Friedens bei 8 An dieser anspruchsvollen Front ist das Wirken der Militärordinariate der katholischen Kirche angesiedelt Ebenso wie den Militärbischöfen gilt auch den Militärseelsorgern meine Ermutigung in jeglicher Situation und Umgebung treue Verkünder der Wahrheit des Friedens zu bleiben 9 Bis zum heutigen Tag ist die Wahrheit des Friedens immer noch auf dramatische Weise gefährdet und geleugnet durch den Terrorismus der mit seinen Drohungen und seinen kriminellen Handlungen imstande ist die Welt im Zustand der Angst und der Unsicherheit zu halten Meine Vorgänger Paul VI und Johannes Paul II sind mehrmals eingeschritten um öffentlich auf die schreckliche Verantwortung der Terroristen hinzuweisen und die Unbesonnenheit ihrer Todespläne zu verurteilen Solche Pläne sind nämlich von einem tragischen und erschütternden Nihilismus inspiriert den Papst Johannes Paul II mit folgenden Worten beschrieb Wer durch die Ausführung von Terroranschlägen tötet hegt Gefühle der Verachtung für die Menschheit und manifestiert Hoffnungslosigkeit gegenüber dem Leben und der Zukunft Alles kann aus dieser Sicht gehaßt und zerstört werden 9 Nicht nur der Nihilismus sondern auch der religiöse Fanatismus der heute oft als Fundamentalismus bezeichnet wird kann terroristische Vorhaben und Handlungen inspirieren und nähren Da Johannes Paul II von Anfang an die explosive Gefahr erahnte die der fanatische Fundamentalismus darstellt prangerte er ihn hart an und warnte vor der Anmaßung anderen die eigene Überzeugung bezüglich der Wahrheit mit Gewalt aufzuzwingen anstatt sie ihnen als ein freies Angebot vorzulegen Er schrieb Die Anmaßung das was man selbst für die Wahrheit hält anderen gewaltsam aufzuzwingen bedeutet daß dadurch die Würde des Menschen verletzt und schließlich Gott dessen Abbild er ist beleidigt wird 10 10 Genau betrachtet stehen der Nihilismus und der Fundamentalismus in einem falschen Verhältnis zur Wahrheit Die Nihilisten leugnen die Existenz jeglicher Wahrheit die Fundamentalisten erheben den Anspruch sie mit Gewalt aufzwingen zu können Obwohl sie verschiedenen Ursprungs sind und in unterschiedlichen kulturellen Zusammenhängen beheimatete Erscheinungen darstellen stimmen Nihilismus und Fundamentalismus überein in einer gefährlichen Verachtung des Menschen und seines Lebens und im Endeffekt Gottes selbst An der Basis dieses gemeinsamen tragischen Resultates steht nämlich letztlich die Verdrehung der vollen Wahrheit Gottes Der Nihilismus leugnet seine Existenz und seine sorgende Gegenwart in der Geschichte der fanatische Fundamentalismus verzerrt sein liebevolles und barmherziges Angesicht und setzt an seine Stelle nach eigenem Bild gestaltete Götzen Es ist zu wünschen daß man sich bei der Analyse der Ursachen des zeitgenössischen Phänomens des Terrorismus außer den Gründen politischen und sozialen Charakters auch die kulturellen religiösen und ideologischen Motive vor Augen hält 11 Angesichts der Gefahren die die Menschheit in dieser unserer Zeit erlebt ist es Aufgabe aller Katholiken in allen Teilen der Welt das Evangelium des Friedens vermehrt zu verkündigen und stärker Zeugnis dafür zu geben sowie deutlich klarzustellen daß die Anerkennung der vollständigen Wahrheit Gottes die unerläßliche Vorbedingung für die Stärkung der Wahrheit des Friedens ist Gott ist Liebe die rettet ein liebevoller Vater der sehen möchte daß seine Kinder sich gegenseitig als Geschwister erkennen die verantwortlich danach streben die verschiedenen Begabungen in den Dienst des Allgemeinwohls der menschlichen Familie zu stellen Gott ist eine unerschöpfliche Quelle der Hoffnung die

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  • Militärgeneralvikariat - Weihnachtsbrief des Militärbischofs 2005
    schwer fällt zum Beispiel wenn ein Familienmitglied im Auslands oder Assistenzeinsatz ist Es gäbe noch viele Fragen aber es bleibt dabei Weihnachten ist das Fest der Familie denn die Heilige Nacht ist die Geburtsstunde der Heiligen Familie Bedenken wir kurz das Leben der Heiligen Familie Das irdische Leben des Gottmenschen Jesus vollzieht sich nicht in Vollkommenheit Jesus braucht menschliche Unterstützung Zuneigung und Geborgenheit er wächst als Mensch so heran wie menschliches Leben sich entwickeln soll damit es in gesunder Weise reifen kann in der Geborgenheit der liebenden Familie Die Heilige Familie ist nicht nur Vorbild sondern auch Fürsprecherin für die christliche Familie Sie weiß um die Sorge Nöte und Ängste in vielen Familien und hilft aus göttlicher Kraft wenn wir darum bitten Das wird in der Betrachtung der Bedeutung Mariens und des hl Josef deutlich Maria ist nicht nur die biologische Mutter sondern von Gott auserwählt Mutter des Herrn zu sein Gottesmutter Natürlich begleitet sie wie kein anderer Mensch ihren Sohn auf seinem ganzen irdischen Lebensweg Sie wird bis unter dem Kreuz bei Jesus sein Sie wird die Auferstehung bezeugen und die Herabkunft des Heiligen Geistes auf die junge Kirche erleben Maria ist ganz Mutter in ihrer Sorge in ihrem Schmerz durch ihr Mitwirken beim Erlösungshandeln ihres Sohnes durch ihr Mitleiden Alles bewahrt sie in ihrem Herzen und durchlebt vorbildhaft das Heilsgeschehen an uns Menschen so ist sie auch Mutter der Glaubenden Mutter der Kirche In jeder Familie gilt es also das Kreuz des anderen mitzutragen sein Leid mitzufühlen seine Sorge und Freude zu teilen Maria hilft allen die ihre Hilfe erbitten Der hl Josef ist als Pflegevater Jesu dessen Beschützer Man kann biblisch sagen Er ist auf Zeit der Hirt des Hirten aller Menschen Er hütet nährt und umsorgt in einem großen Vertrauen auf Gottes Hilfe So ist er

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  • Militärgeneralvikariat - Weltjugendtag 2005
    24 Wenn Jesus während seines öffentlichen Lebens von sich selbst und von seiner Heilssendung spricht so greift er zum Bild des Brotes und sagt Ich bin das Brot des Lebens Ich bin das Brot das vom Himmel herabgekommen ist Das Brot das ich geben werde ist mein Fleisch für das Leben der Welt Joh 6 35 41 51 Wenn wir gläubig den Weg des Erlösers von der Armut der Krippe bis zur Verlassenheit am Kreuz vor uns vorüberziehen lassen so verstehen wir besser das Mysterium seiner Liebe die die Menschheit erlöst Das Kind von Maria sanft in die Krippe gebettet ist der Gott Mensch den wir an das Kreuz genagelt sehen werden Derselbe Erlöser ist im Sakrament der Eucharistie gegenwärtig Im Stall von Betlehem hat er sich in der armen Gestalt eines Neugeborenen von Maria Josef und den Hirten anbeten lassen in der konsekrierten Hostie beten wir ihn an der im Fleisch im Blut in der Seele und der Gottheit sakramental gegenwärtig ist und er bringt sich uns dar als Speise des ewigen Lebens So wird jetzt die heilige Messe zu einer wahren Begegnung der Liebe mit dem der sich für uns gänzlich hingegeben hat Liebe Jugendliche zögert nicht ihm zu antworten wenn er Euch zum Hochzeitsmahl des Lammes einlädt vgl Offb 19 9 Hört auf ihn bereitet Euch angemessen vor und empfangt das Sakrament des Altares besonders in diesem Jahr der Eucharistie Oktober 2004 2005 das ich für die ganze Kirche ausgerufen habe Da fielen sie nieder und beteten ihn an Mt 2 11 Wenn die Heiligen Drei Könige im Kind das Maria in ihre Arme schließt den von den Völkern Ersehnten und den von den Propheten Verheißenen anerkennen und anbeten so können wir ihn heute in der Eucharistie anbeten und ihn als unseren Schöpfer und alleinigen Herrn und Heiland anerkennen Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar Mt 2 11 Die Gaben die die Heiligen Drei Könige dem Messias darbringen symbolisieren die wahre Anbetung Durch das Gold unterstreichen sie die königliche Gottheit mit dem Weihrauch bekennen sie ihn als den Priester des Neuen Bundes indem sie ihm die Myrrhe darbieten preisen sie den Propheten der das eigene Blut vergießen wird um die Menschheit mit dem Vater zu versöhnen Liebe Jugendliche bringt auch Ihr dem Herrn das Gold Eures Lebens dar das heißt die Freiheit ihm aus Liebe nachzufolgen indem Ihr seinem Ruf treu folgt laßt den Weihrauch Eures innigen Gebetes zum Lob seiner Herrlichkeit zu ihm emporsteigen bringt ihm die Myrrhe dar das heißt die dankbare Zuneigung zu ihm dem wahren Menschen der uns so sehr geliebt hat daß er wie ein Verbrecher auf Golgota gestorben ist Seid Anbeter des einzigen und wahren Gottes indem Ihr ihm den ersten Platz in Eurem Leben zuerkennt Der Götzendienst ist eine ständige Versuchung des Menschen Leider gibt es Menschen die die Lösung der Probleme in religiösen mit dem christlichen Glauben unvereinbaren Andachtsübungen suchen Stark ist der Drang an falsche Mythen des Erfolgs

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