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    Haferwurz sie alle würden ein wahres Revival erleben erzählt Gabi mit Blick auf einen jungen Mann der sich nach Samen des australischen Teebaumes erkundigt Die seien in der obersten Schublade rechts zeigt sie Auf die Frage nach den exotischsten Pflanzensamen in ihrem Kabinett erklärt sie Da gibt es einiges Aber was wirklich boomt sind alte Sorten Das Ungewöhnliche sei eben nicht automatisch auch das Wichtigste Unika und Raritäten Was strickst du da aus der tasche eines Kunden an der Kasse lugen Wolle und nadeln hervor Mit vielen die ihr Geschäft betreten ist Gabi Medan per Du Der studentisch wirkende Mann drückt ihr gerade einen Veranstaltungsflyer in die Hand Socken für meine Mama erzählt er und verabschiedet sich Ähnlich individuell wie ihr Laden seien eben auch die Kundinnen und Kunden freut sich Gabi Nicht selten würden unter ihnen lange Beratungsgespräche entbrennen Tipps die auch für sie als Autodidaktin unbezahlbar wären Einen etwas schräg klingenden aber durchaus versuchswürdigen habe sie erst gestern bekommen Petersilie soll man nur mittwochs am Vormittag säen dann geht sie super auf Woher die Leute denn kämen die ihr solche und andere Dinge erzählen Gabi Medan überlegt Unter den jüngeren Kundinnen und Kunden befänden sich vorwiegend Männer ältere Kundschaften seien eher weiblich und dann gebe es da noch jene treuen Kundinnen die bereits so gebrechlich seien dass sie selbst die Stufen zum Verkaufsraum nicht mehr in Angriff nehmen können In so einem Fall bedient Gabi dann am Gehsteig Was hochbetagte Köller Kundschaft mit hippen Hobbygärtnern und gärtnerinnen eint ist beider Kaufverhalten Verkaufsschlager Nummer eins sind alte Tomatensorten Erst gestern war eine Bäuerin da die schon seit über zehn Jahren Samen aus einer einzigen Tomate zieht Nach dem Fruchtfleisch Verzehr werden die Samen getrocknet und wieder eingepflanzt Darüber hinaus gebe es Tomaten die sich schon über hunderte Jahre in

    Original URL path: http://www.auschloesslgraz.at/de/strassenmagazin/archiv/megaphon_2014/April_2014/402/?p=y (2015-08-12)
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  • MEGAPHON /
    ihre Barthaare im Gesicht Es war wunderbar So etwas wurde noch nie dokumentiert Hatten Sie Angst Pflüger Nein ich war ganz präsent Ich lag still da und habe sanft vor mich hingesprochen etwa It s all right um uns beide zu beruhigen lacht Als die Wölfin erkannte dass ich keine Gefahr bin hat sich das Rudel rund um mich in der Wiese niedergelassen Die Tiere waren so entspannt dass sie gespielt haben So habe ich viereinhalb Stunden bei ihnen im Gras liegend verbracht Bevor es dunkel wurde zog ich mich zurück denn dann werden Wölfe frecher Sie sehen besser und wir werden unsicher und stolpern Ein Wolf könnte aggressiv werden wenn man ihn mit einer blöden Bewegung erschreckt In Ihrem Buch Wolfspirit erzählen Sie von den Erlebnissen Aber auch von Ihrer Krankheit Pflüger Ja das war ein großer Wendepunkt Nach den Dreharbeiten war ich aufgepumpt mit Lebensfreude und dann bekam ich Kopfweh Weil es nicht aufhörte fuhr ich ins Krankenhaus Ein Satz veränderte alles Das ist ein Gehirntumor sagte der Arzt Ich dachte Warum passiert das jetzt wo ich so glücklich bin Die schönen Erlebnisse gaben mir aber auch Kraft Ich wollte die Chance haben etwas Ähnliches noch einmal zu erleben Die starke Chemotherapie musste ich abbrechen weil ich sie nicht überstanden hätte aber eine Viren Therapie in Deutschland hat mich gerettet Inwiefern gab Ihnen die Wolfsbegegnung Kraft Pflüger Wölfe haben große Ausdauer und sind Team Player Ein Wolf allein reißt keinen Hirsch und ich habe die Krankheit nur mit Hilfe meiner Freundinnen und Freunde besiegt Wenn man jahrelang den Spuren der Wölfe folgt sieht man außerdem wie zielstrebig sie sind Ein Hund tapst links und rechts aber Wölfe müssen mit ihrer Energie haushalten Sie gehen geradlinig ihren Weg Und sie haben große Lebensfreude und spielen gerne Ich habe diesen

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  • MEGAPHON /
    Gemüse bleibt der Familie kein Geld der Fisch ist die wichtigste Proteinquelle Die Süßwasser Delfine würden ausgerottet werden Doch der Fisch die Lebensgrundlage für Kampei und seine Familie ist in Gefahr durch das Staudamm Projekt Don Sahong Etwa 85 Prozent der Mekong Fische migriert über mehrere hundert Kilometer 30 Meter hohe Staudämme wurden das unmöglich machen Fisch würde so teuer werden dass die Menschen in der Region nur noch Reis essen könnten In Laos und Kambodscha wo bereits jetzt um die 40 Prozent aller Kinder an Unterernährung leiden hätte das verheerende Auswirkungen Aber nicht nur für die Menschen Die Staudämme bedrohen den gesamten Fluss und die Artenvielfalt Die Dämme werden das ökologische Gleichgewicht zerstören sagt Ame Trandem Leiterin der Südostasien Abteilung der Organisation International Rivers Über 50 Fischarten in Laos 40 in Kambodscha und 96 in Thailand könnten aussterben Laut WWF würden die sensiblen Süßwasser Delfine mit denen Kampei und seine Vorfahren schon seit Generationen im Einklang leben am schnellsten ausgerottet werden Weniger als 90 leben noch im Fluss weltweit einzigartig und so empfindlich dass schon die kleinsten Veränderungen ihrer Umwelt ihr Ende wären Ganz zu schweigen von den für den Staudamm Bau notwendigen Sprengungen Entweder die Explosionen töten die Tiere sofort meint Experte Gerry Ryan verantwortlich für die Mekong Delfine bei WWF Oder sie beschädigen das Schallwellorgan ohne das sie praktisch blind sind Die Ausrottung hätte auch wirtschaftliche Folgen Denn die über fünf Millionen Euro die die einfach lebenden Menschen in Laos und Kambodscha derzeit mit Delfin Tourismus verdienen wären damit von heute auf morgen verloren Auch die Andritz AG ist beteiligt So wie Kampei am Don Sahong leben fast 60 Millionen Menschen im Süden Chinas in Laos Thailand Kambodscha und Vietnam Den Blick ständig am unbeständigen fast 5000 Kilometer langen Fluss der seit Generationen ihre Lebensgrundlage bildet Auch

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  • MEGAPHON /
    Telefonseelsorgerin Warum Ich weiß wie wichtig es ist jemandem zum Reden zu haben Ein Himmel voller Grautöne spannt sich über die Dächer und es läutet Als Gast muss man nun den Raum verlassen Strenge Vertraulichkeit ist ein Grundsatz Der Inhalt des Gespräches ist nur für zwei Personen bestimmt 105 ehrenamtliche Mitarbeiter innen 90 Frauen und 15 Männer arbeiten in der Telefonseelsorge rund um die Uhr ist jemand erreichbar Im Vorjahr zählte man 13 745 Anrufe knapp 38 Gespräche pro Tag Mit wem Jungen Älteren Arbeitslosen Firmenchefs der Gesellschaft in all ihren Facetten Am häufigsten sind Beziehungsprobleme in Partnerschaften und Familie sagt Gerhard Baldauf Leiter der Telefonseelsorge Viele Anrufer innen haben auch mit psychischen Erkrankungen zu kämpfen und mit Einsamkeit und Isolation Suizidgefährdet sind ein bis zwei Prozent In diesen und anderen Fällen wird weitervermittelt Wir bieten keine Therapie stellen keine Diagnose betont er Wir schaffen Entlastung Das heißt Aktiv zuhören und gemeinsam nach ersten Schritten suchen Besonders oft klingelt es zwischen 16 und 23 Uhr Die Dunkelheit macht Nöte sichtbar Oft geht es um Schuld versteckte Emotionen Das Nachtgesicht der Gesellschaft nennt es Baldauf Tagsüber werden Sorgen von Alltäglichkeiten übertönt nachts werden die Gedanken lauter beginnen zu kreisen Eine Frau rief aus dem Auto an redete sich die Verzweiflung über ihren Mann der sie betrügt rasend schnell vom Leib Die Seelsorgerin hört zu Die Anruferin Sie sagen ja nichts Ich wollte Sie nicht verlieren Sie sind ein Engel Die Beziehung zum Anrufer ist fragil sagt die Psychologin Ursula Sengl die als Seelsorgerin und in der Ausbildung der Kollegen aktiv ist Zu jedem Zeitpunkt könnte der die Unbekannte auflegen der Gesprächsfaden reißen Der Seelsorger bzw die Seelsorgerin muss den sicheren Rahmen schaffen den Raum in dem der Anrufer bzw zur Anruferin seine innere Landschaft ausbreiten kann Oft ist sie zerklüftet felsig

    Original URL path: http://www.auschloesslgraz.at/de/strassenmagazin/archiv/megaphon_2014/Maerz_2014/398/?p=y (2015-08-12)
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  • MEGAPHON /
    nunmehr dritten Anbaujahr über vierzig Kulturen und mehr als 300 Obst und Gemüsesorten Alle Sorten sind samenfest und können somit im Gegensatz zu Hybridpflanzen vermehrt werden Für die Ernteteilnehmer innen ziehen die Kleins vor allem Gemüse darunter mehr als 50 verschiedene Paradeis Arten alte Kulturpflanzen wie Mairüben Haferwurzel oder Grünkohl aber auch Exotisches aus Asien und Afrika Die globale Vielfalt ist ihnen wichtig das Kochen oft ein Experiment Wir probieren immer wieder Rezepte aus und geben diese dann weiter so Klein Auch Kräuter Obst und Getreide werden im heurigen Ernteanteilskisterl enthalten sein Alles biologisch nachhaltig und fair Nicht jeder will Landwirt werden Durch das Übernehmen eines Ernteanteils kann man dennoch einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten Die Kosten für einen ganzen Anteil betragen 600 Euro für einen halben Anteil 300 Euro Oder weniger denn soziale Umverteilung ist möglich Ebenfalls möglich aber kein Muss ist das Mithelfen am Hof Gemeinsames Essen und Feiern sind weitere Zugaben zum Ernteanteil Klein ist hoffnungsvoll Von den 100 verfügbaren Ernteanteilen sind schon viele vergeben Das treibt an und gibt der Familie in diesem Jahr erstmals die Möglichkeit sich der Abhängigkeit vom Marktverkauf weitestgehend zu entziehen Ganz frei kann man sich natürlich nicht machen gibt Klein zu bedenken Und so werden die beiden Landwirte ab Mitte März am Bauernmarkt am Lendplatz und am Biobauernmarkt vor der Herz Jesu Kirche in Graz Jungpflanzen Schnittblumen und Eier anbieten ab Mai sollen die Ernteanteile ausgegeben und nur noch der Überschuss verkauft werden Ideale Wirtschaftsform Die promovierte Juristin Klein lernte die Gelawi als Community Supported Agriculture CSA in den USA kennen und wollte wissen Macht es Sinn für Nachhaltigkeit und Sortenerhaltung zu kämpfen nehmen die Bäuerinnen Bauern und Konsument innen diese Idee überhaupt an Die Antwort lautet ja In Österreich gibt es derzeit rund 10 CSA Höfe Tendenz steigend Für mich

    Original URL path: http://www.auschloesslgraz.at/de/strassenmagazin/archiv/megaphon_2014/Maerz_2014/399/?p=y (2015-08-12)
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  • MEGAPHON /
    selbst nicht glauben dass ich noch lebe erzählt Pamir Gott sei Dank dass wir da sind Der Vater hatte Afghanistan schon früher verlassen und holte Pamir seine Mutter und seine Brüder nach Österreich Ich hatte meinen Vater damals schon seit zehn Jahren nicht mehr gesehen Als er am Flughafen vor uns gestanden ist habe ich ihn nicht erkannt erinnert sich Pamir Der Anfang in Graz war schwer Seine Freunde musste Pamir in Afghanistan zurücklassen Alles war neu hier ein Jahr lang habe ich nichts verstanden sagt Pamir Er besuchte die Hauptschule und fing an Deutsch zu lernen Jetzt ist Pamir 21 und besucht das Abendgymnasium Ich habe mich an Graz gewöhnt Es ist die beste Stadt Ich fühle mich hier sehr sehr gut sagt er und lächelt breit Beim Cricket hat er neue Freunde gefunden Beim ASCC sind die Mitglieder zusammengewachsen und geben sich gegenseitig Halt Wir sind wie eine Familie sagt Pamir Jeden Samstag trainiert der ASCC in der Halle des Uni Sportzentrums Ein bisschen kompliziert Cricket kommt ursprünglich aus England Bei einem Match spielen Werfer und Schlägermannschaft gegeneinander Zwei Schlagmänner in der Mitte und elf Leute rundherum Jeweils drei Holzstäbe Wickets genannt stehen zwanzig Meter voneinander entfernt Der Werfer versucht so schnell wie möglich zu werfen und das Wicket zu treffen Der Schlagmann muss den Ball wegschlagen die gegnerische Mannschaft versucht den Ball zu fangen Der Schlagmann versucht währenddessen mit seinem Partner den Platz zu wechseln um so Runs und damit Punkte zu machen Ein sehr interessantes Spiel aber ein bisschen kompliziert schmunzelt Pamir Zarawar Khan Pamir ist Schlagmann in seiner Mannschaft Er und seine Teamkameraden machen in Schulen Werbung für ihren Sport Ich möchte mehr Leute zum Cricket bringen Das Problem ist der fehlende Platz Ohne Platz kann man niemandem zeigen was Cricket ist sagt Pamir Professionelle

    Original URL path: http://www.auschloesslgraz.at/de/strassenmagazin/archiv/megaphon_2014/Maerz_2014/400/?p=y (2015-08-12)
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  • MEGAPHON /
    ließen sich die Designerinnen von nachhaltiger traditioneller Handwerkskunst in Sri Lanka inspirieren Partnerin vor Ort war die Academy of Design in Colombo Die Designakademie arbeitet intensiv mit den Weberdörfern zusammen das hat mir von Anfang an gefallen so Reichl die auch künstlerische Leiterin des Projekts ist Designer innen und Studierende der vor mehr als zehn Jahren gegründeten Akademie lassen ihre schlichten zeitgemäßen Entwürfe von den Weber innen umsetzen Die traditionellen Muster werden durch neue Designs aufgepeppt das erschließt neue ungeahnte Geschäftsfelder berichtet Reichl und ergänzt Die Designakademie gibt den Weber innen die Chance bei ihrem Beruf bleiben zu können Auf Tuchfühlung Für die Projektwochen im tropischen Inselstaat nahe Indien nahmen die österreichischen Designerinnen jede Menge Enthusiasmus aber auch pflanzengefärbte Stoffe Loden Leinen und die High Tech Zellulose faser Tencel mit Vor Ort arbeiten sie mit drei sri lankischen Designer innen Lonali Rodrigo Nithya Lamahewa und Prabath Samarasooriya zusammen lernten Handwebe und Handbatik Techniken traditionelle Spitzenerzeugung sowie die Palmflechtkunskennen Und gingen auf Tuchfühlung Konstanze Baumgartner hat mit den Weber innen sofort Ideen ausprobiert erzählt Reichl Und Anita Steinwidder hat einfach Probestücke aus den Weberdörfern und allerlei Stoffreste gesammelt hat geknüpft geflochten ihre Modelle mit bloßen Fingern geschaffen Die sri lankische Designerin Lamahewa entwarf Wintersaris für kältere Klimaregionen und kombinierte für ihre Hemden Leinen mit Loden Das Schöne dabei ist dass Nithya Lamahewa zeigt Loden ist ein sehr feiner Stoff Bei uns glaubt man ja oft dass Loden aus schließlich dick filzig und kratzig ist so Reichl Nachhaltige Rollenspiele Welche Rolle können zwei so kleine Länder in der globalen Bekleidungswelt spielen fragte sich Reichl zu Projektbeginn und sagt Es gibt in beiden Ländern spezielle Ansätze sei s die Alpenregion die den Loden hervorgebracht hat oder Sri Lanka mit den Handwerkstechniken Im wetterfesten hauchdünn produzierten Loden sieht die Designerin großes Innovationspotential in Richtung

    Original URL path: http://www.auschloesslgraz.at/de/strassenmagazin/archiv/megaphon_2014/Februar_2014/395/?p=y (2015-08-12)
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  • MEGAPHON /
    ihre Cousine fast zwei Jahre lang bei ihren Spitalsaufenthalten Das Thema Krebs beschäftigte sie weiter Gudrun Schinagl lernte Friseurin und Perückenmacherin und fing in einem Friseursalon zu arbeiten an Dann sind immer Damen gekommen und haben gefragt ob es Perücken für Chemopatienten gibt So bin ich darauf gekom men erzählt sie Inzwischen arbeitet sie seit 18 Jahren mit Perücken für Chemopatientinnen Seit vier Jahren ist Gudrun Schinagl mit ihrem Geschäft Einhaar selbstständig Meistens kommen die Frauen auf Empfehlung der Ärzt innen zu Gudrun Schinagl Sie erklärt genau was auf sie zukommt Einfühlsam klar respektvoll Sie weiß was passiert wenn die Haare ausgehen Bei einer Kundin beginnt morgen die Chemotherapie Nach etwa 14 Tagen merken Sie s wenn man die Haare föhnt Dann kommt ein Wurlen wie von Ameisen das ist auch ein Zeichen dass man kurz vorm Haarausfall ist Sie zeigt auf einem digitalen Bilderrahmen Fotos vorher nachher Wie könnte man aussehen Dann wird zum ersten Mal eine Perücke ausprobiert Gudrun Schinagl zieht ein Netz über den Kopf der Kundin und setzt die Perücke aus Kunsthaar auf rückt und zupft zurecht schaut kritisch fragt nach Die Dame sieht anders aus wie frisch vom Friseur Wichtig ist dass die Patientinnen früh genug kommen bevor die Haare ausfallen Ich muss die letzte Frisur sehen zum Anpassen sonst weiß ich nicht welche Haarfarbe sie gehabt haben Ich will die Damen ja nicht verkleiden sondern ihr Persönlichkeitsbild festhalten Es geht um eine natürliche Optik erklärt Gudrun Schinagl Dann spricht die Stylistin Sie sucht Perücken aus die den Frauen entsprechen in Länge Dichte und Haarfarbe empfiehlt Schals die dazu passen Eine Maßanfertigung von Perücken dauert neun Wochen Das ist teuer Obwohl sie es gelernt hat stellt Gudrun Schinagl daher keine Perücken selbst her sondern bezieht sie von sechs verschiedenen Firmen um eine große Auswahl anzubieten

    Original URL path: http://www.auschloesslgraz.at/de/strassenmagazin/archiv/megaphon_2014/Februar_2014/396/?p=y (2015-08-12)
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