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  • MEGAPHON | Juli 2010 |
    bei KIG Newsletter Wir sind Partner von Hunger auf Kunst und Kultur Warenkorb MEGAPHON Juli 2010 Es ist ein Heben es ist ein Fallen Grenzbetrachtungen von Robert Menasse Stanglpass gegen Fremdenhass Der Verein Fair und Sensibel lässt Polizisten gegen Afrikaner kicken Gut gerappt ist halb gewonnen Das Hip Hop Festival Four Elements in Graz Mit anderen Augen Fremdsehen im Rahmen der regionale10 Glückspilze für Genießer Techniker und Neo Bauer Christoph

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  • MEGAPHON | August 2010 |
    und drüber KompleXKapharnaüM beim Festival La Strada Rocken in Röcken Mädchen auf die Rock Bühne In die erste Reihe Eine berufliche Chance für Jugendliche im ABZ Lotsen im Sozialdschungel Langzeitarbeitslose helfen sozial Benachteiligten Endlich trocken Von Eva Reithofer Haidacher ANONYME ALKOHOLIKER Denk nicht an gestern und nicht an morgen Jetzt und heute nicht zu trinken ist das Ziel Das ist der Grundsatz der Anonymen Alkoholiker die einander seit 75 Jahren

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  • MEGAPHON | September 2010 |
    Hunger auf Kunst und Kultur Warenkorb MEGAPHON September 2010 Mein armes Österreich Franz Küberl über sein neues Buch Drehort Megacity Grazer Filmer auf den Spuren Nollywoods Herr der Lüfte Drachensteigen beim MEGAPHON Fest Gewagtes im Schloss naher osten naher westen in Schloss Hainfeld Herbst ohne Hemmung steirischer herbst für soziale Randgruppen Das Spiel ihres Lebens Javad Barati und Mansur Ghulami fahren zum Homeless World Cup Mein armes Österreich Von Annelies

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  • MEGAPHON | Oktober 2010 |
    Partner von Hunger auf Kunst und Kultur Warenkorb MEGAPHON Oktober 2010 Hört auf uns zu vergiften Umwelt und Menschenrechtsaktivist Nnimmo Bassey im Gespräch Eintrittskarte zum Glück Friday Ohuanbor und sein Weg zum Bleiberecht Land der Sprachen Ein kleines nigerianisches Konversationslexikon 15 Jahre MEGAPHON Impressionen eines Geburtstagsfestes Erste Klasse Für Jacob und Choice beginnt der Ernst des Lebens Frau Laurin hilft weiter John Ehi lernt Deutsch Hört auf uns zu vergiften

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  • MEGAPHON | November 2010 |
    sind Partner von Hunger auf Kunst und Kultur Warenkorb MEGAPHON November 2010 Herrschende Sprachen vom Sockel reißen Interview mit dem südafrikanischen Bildungsexperten Neville Alexander Vor Angst gestorben Hinterbliebene von AfrikanerInnen erzählen Der Tod im Parcours Wie Jugendliche auf eine Ausstellung zum Tabuthema Tod reagieren Schreiben im Niemandsland Interview mit dem iranischen Schriftsteller Hamid Sadr Die andere Universität Norbert Prettenthalers Doku über die MEGAPHON Uni Die vier von der Kirchbergstraße 1

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  • MEGAPHON | Dezember 2010 |
    KIG Newsletter Wir sind Partner von Hunger auf Kunst und Kultur Warenkorb MEGAPHON Dezember 2010 Nollywoods weiblicher Motor Gespräch mit Peace Anyiam Osigwe Die vergessenen Kinder Besserer Schutz für Flüchtlingskinder gefordert Ich rechne nie nur mit Münze Abschiedsinterview mit Haubenkoch Willi Haider Nachts am Zeichentisch Ingo Abeska hat den MEGAPHON Kalender 2011 illustriert Das liebste Geschenk Eine Kulturgeschichte der Weihnachtsgeschenke Der Sinn des Gebens Künstler Thomas Seiger verschenkt sein Geld

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  • MEGAPHON | „Man muss im Leben Ordnung  haben“ |
    nicht berühren dürfen Es hat dann doch länger gedauert weil es Probleme gab seine Schwester und seine Mutter für die Hochzeit nach Österreich zu holen Am 28 November also nach fünf Monaten haben wir geheiratet Brautraub in Tschetschenien Sowohl meine Mutter als auch meine Großmutter sind als junge Mädchen von ihren Ehemännern geraubt worden Das ist eine Tradition die es in Tschetschenien auch heute noch gibt Manche Mädchen mögen das ich nicht Meine Großmutter war erst 13 aber die Ehe ist nicht gut gegangen Dann hat sie einen anderen Mann geheiratet den sie wirklich geliebt hat Aber als seine erste Frau und ihr Kind zu ihnen gezogen sind hat der Vater meiner Oma gesagt sie soll nach Hause zurückkommen Ihr dritter Mann war 23 Jahre älter als sie Das Leben mit ihm war hart Er war alt und krank sie hatten fünf Kinder und die Großmutter musste allein ein Haus bauen Eigentlich wollte sie sich scheiden lassen aber ihr Vater war inzwischen gestorben und sie hatte keinen Platz wo sie hingehen könnte Meine Mutter war 18 als sie geraubt wurde Sie hat in einem Geschäft gearbeitet und mein Vater hat ihre Kollegin als Komplizin genommen Sie ist mit dem Firmenauto zu meiner Mutter gefahren und hat gesagt dass es Probleme im Geschäft gibt Meine Mutter hat sich zu ihr in den Wagen gesetzt und hat dann ziemlich rasch bemerkt was los war Vorn und hinten hatten die Begleitautos ihre Warnblinkanlagen eingeschaltet das ist bei einem Brautraub so üblich Mein Vater ist dazugestiegen und sie sind zu ihm nach Hause gefahren Am Anfang war das Leben mit ihm nicht so schlecht aber dann hat seine Mutter begonnen sich einzumischen Sie hat gegen meine Mutter gehetzt und mein Vater ist immer brutaler geworden Der Bruder meiner Mutter hat das mitbekommen und sie nach Hause zurückgeholt als ich drei Jahre alt war Flucht nach Österreich Meine Schwestern und ich mussten beim Vater bleiben und haben unsere Mutter fünf Jahre lang nicht gesehen Er hat wieder geheiratet und mit der zweiten Frau auch drei Kinder Er wollte nicht dass meine Mutter Kontakt zu uns hat und ich habe sie erst wieder gesehen als ich in die Schule gegangen bin Dort ist sie öfters hingekommen anfangs habe ich sie gar nicht erkannt Weil Krieg war hat sie unsere Flucht geplant Tickets und Pässe besorgt Erst in der Nacht bevor wir aufgebrochen sind hat sie meinen Vater angerufen Er war einverstanden weil er wusste dass es besser für uns ist Seit meine Schwestern und ich bei meiner Mutter leben hat sie nie gekocht oder geputzt Sie hat gesagt wir müssen das für später lernen Und da hat sie recht Ich finde das Leben von österreichischen Mädchen nicht so gut Sie rauchen und trinken übernachten irgendwo werden von irgendwem schwanger Das ist sehr schlecht Man muss im Leben Ordnung haben Mein Mann begleitet mich überall hin zu meiner Mutter zu meinen Freundinnen Aber er bleibt nicht dort er bringt mich hin und holt mich ab Auch zum

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  • MEGAPHON | Auf leisen Sohlen |
    Zeitungen aus geliefert sein etwa drei Stunden dauert die Tour des Afrikaners Meis tens ist es wie Sport sagt er schief lächelnd während wir in einen Lift einsteigen Ich bin froh über die kurze Pause und ziehe schnell den warmen Pulli unter der Jacke aus Je nach Wochentag sind unterschiedlich viele und unterschiedlich dicke Zeitungen auszuliefern Eile muss auf jeden Fall sein Wenn ich um 6 01 Uhr nicht fertig bin klingelt schon das Telefon Zeit muss aber auch sein für Sonderwünsche der Abonnentinnen und Abonnenten Denn nicht nur auf Fußmatten landen die Druckwerke sondern auch darunter in Fenstergittern Blumenvasen Wäschekörben oder durch das gekippte Fenster direkt am Klo Nach einer halben Stunde das stille Übereinkommen Obwohl mit vollem Elan und relativ guter Kondition dabei fange ich an in Häusern ohne Lift im ersten oder zweiten Stock zu warten während X sich nach oben schraubt Er kann sich den Zeitverlust nicht leisten Für ihn als Asylwerber ist es eine der wenigen Möglichkeiten legal Geld zu verdienen Sicherheiten gibt es dabei keine X arbeitet wie nahezu alle ZeitungsausträgerInnen mit Werkvertrag Das heißt er muss sich selbst um Versicherung und Abgaben kümmern hat keinen Urlaubsanspruch und auch kein Recht auf bezahlten Krankenstand Wenn ich krank bin macht zwar jemand anders meine Arbeit aber ich verdiene in der Zeit nichts und habe auch Angst deshalb meinen Job zu verlieren Immer weniger Zeit Frau Y die dem MEGAPHON auf Anfrage von der Firma Redmail vermittelt wurde sieht sich selbst nicht als repräsentativ für die Recherche Es sind ja 80 Prozent Ausländer die diesen Job machen Sie sollten mit so einem mitgehen Sie ist eine der letzten ZustellerInnen mit Anstellung Ich arbeite jetzt seit 36 Jahren auf derselben Tour mich können sie nimmer rauswerfen sagt die Österreicherin während sie ihr Moped schwer belädt Früher war ihr Zustellgebiet viel größer die Zeit war nicht ganz so knapp Jetzt ist die Zeitung spät fertig und wir haben Prospekte und Gratisblätter dabei Zum Aufwärmen geht es in ein paar Hochhäuser rauf mit dem Lift runter zu Fuß Zeitungen nach rechts und links über den Boden geradewegs auf die Fußmatten schleudernd oder auch über das Geländer Nie fallen die losen Blätter auseinander Große Wohnhäuser sind beliebt denn die ZustellerInnen werden nach ausgeteilten Stück bezahlt nicht nach Zeit Wieder kann ich zwischendurch ins Notizbuch schreibend kaum Schritt halten wieder trample ich zu laut durch das Stiegenhaus werde ermahnt Die Schuhe dürfen kein Profil haben Schauen s meine sind komplett leise Rücksicht wird großgeschrieben in Zustellerkreisen Als wir unten ankommen ruft Frau Y erneut den Lift Damit der nächste Austräger nicht warten muss Den treffen wir dann auch hinter der Haustür ein paar freundliche Worte im Sprachengemisch und Zeitungen werden gewechselt ab und zu wird ein Haus für den anderen miterledigt Auf dem Moped geht es ein paar Meter weiter zur nächsten Siedlung durch einen dunklen Hinterhof Außenstiegen hinauf einen Lift hinunter bei einer anderen Haustür wieder hinaus Ein ganzer Packen Zeitungen wird in einem Studentenheim mit seinen verwinkelten Ecken verteilt

    Original URL path: http://www.auschloesslgraz.at/de/strassenmagazin/archiv/megaphon_2010/jaenner_2010/235/ (2015-08-12)
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